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IKT- und Energieinfrastruktur für innovative Mobilitätslösungen in Baden-Württemberg

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Elektromobilität als Baustein zukunftsfähiger kommunaler Entwicklung in Baden-Württemberg

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Ministerpräsident Mappus übergibt Bewilligungsbescheid an die Fraunhofer-Projektgruppe "Neue Antriebssysteme"

 Übergabe des Bewilligungsbescheids

Der Aufbau einer Projektgruppe „Neue Antriebssysteme“ bei der Fraunhofer Gesellschaft wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität mit zehn Millionen Euro gefördert. Ministerpräsident Stefan Mappus übergab am 18. Juni 2010 den Bewilligungsbescheid in Stuttgart dem Präsidenten der Fraunhofer Gesellschaft Professor Dr. Hans-Jörg Bullinger. „Die Landesregierung sieht das Thema ,Neue Antriebssysteme’ als eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität an“, erklärte Mappus. „Klimaschutz und Energieeffizienz werden für die Automobilindustrie immer mehr zu den alles beherrschenden Themen.

 

Optimierte Otto- und Dieselmotoren und modifizierte Komponenten außerhalb des Antriebsstrangs führen zu immer verbrauchsärmeren und gleichzeitig leistungsstarken Fahrzeugen.“„Das Thema ,Neue Antriebssysteme’ ist als Technologiefeld für die verschiedensten Branchen – angefangen von der Fahrzeugindustrie über die Energiewirtschaft bis hin zur Baumaschinenindustrie – von entscheidender Bedeutung“, erklärte Prof. Bullinger. Eine besondere Chance biete dabei der Aufbau einer Fraunhofer Projektgruppe für „Neue Antriebssysteme“. „Ziel der Projektgruppe ist ein ganzheitlicher Ansatz für eine zukünftige vernetzte Mobilität und nachhaltige Energieversorgung. Der Schwerpunkt wird auf neuen Antriebsstrang- und Motorenkonzepten für stationäre und mobile Anwendungen liegen. Hierbei soll der Verbrennungsmotor für hybride Antriebsstränge weiterentwickelt und angepasst werden“, so Prof. Bullinger weiter.

 

Schwerpunkte der Projektgruppe sind die Geschäftsfelder: Konzepte und Verfahren des Verbrennungsmotors sowie dessen Hybridisierung, Leichtbau, Tribologie und Energiespeichersysteme. Ministerpräsident Mappus: „Deutschlandweit existiert bisher noch keine Institution, die diese Kompetenzen in sich vereint. Es besteht - bei erfolgreicher Evaluation - die Möglichkeit, diese Projektgruppe in ein eigenständiges Fraunhofer Institut zu überführen und damit seit Jahrzehnten zum ersten Mal wieder ein weiteres Fraunhofer Institut im Land zu etablieren. Das ist eine tolle Chance.“ Das Umfeld in Karlsruhe mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Projekthaus e-drive und erfolgreichen Fraunhofer-Instituten in unmittelbarerer Nähe biete ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung dieser neuen Projektgruppe.

 

Die Landesregierung begleite den Technologie- und Strukturwandel im Bereich der Fahrzeugmobilität aktiv. „Unser oberstes Ziel ist es, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land zu erhalten“, so Ministerpräsident Mappus. „Das Land muss mit der gezielten Förderung von alternativen Antriebssystemen heute schon die Arbeitsplätze von morgen sichern.“ Hierfür sei mit der Landesinitiative Elektromobilität der erste Schritt gemacht worden. Diese solle die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte wie beispielsweise die Erforschung und Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Baden-Württemberg weiter vorantreiben. Mappus: „In den Jahren 2010 bis 2014 investiert das Land insgesamt 28,5 Millionen Euro gezielt in Struktur- und Projektmaßnahmen. Diese Gelder werden ihren Beitrag dazu leisten, das Innovationsklima für die zügige Umsetzung umweltfreundlicher Elektromobilitätskonzepte nachhaltig zu verbessern.“

 

Hinweis an die Redaktionen:

Das zentrale Element der Landesinitiative bildet die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie - die e-mobil BW GmbH. Weitere Schwerpunkte innerhalb der Landesinitiative sind neben der Aus- und Weiterbildung und der gezielten Förderung von Leuchtturmprojekten im Land, vor allem strategische Investitionen in die Forschungsinfrastruktur.

 

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg