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14.02.2012
Elektrisiert ins Jahr 2012: Schaulaufen fürs Schaufenster |
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„Baden-Württemberg startet im wahrsten Sinne des Wortes „elektrisiert“ ins neue Jahr“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstagabend (14. Februar 2012) beim „Elektromobilen Jahresauftakt“ in Ludwigsburg, zu dem die Landesagentur e-mobil BW GmbH und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geladen hatten. Der Gewinn des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums für den Cluster Elektromobilität Süd-West sei die gelungene Ouvertüre für ein Jahr, das neue automobile Gründer- und Erfinderzeiten einläuten werde. „Wir entwickeln in Baden-Württemberg Konzepte und Ideen für die Elektromobilität von morgen, die Vorbild und Antrieb für ganz Europa sein können. Mit der Bewerbung LivingLab BWe mobil um das Schaufenster Elektromobilität haben wir ein überzeugendes Konzept erarbeitet, um Baden-Württemberg zum innovativsten lebendigen Schaufenster für nachhaltige Mobilität in Deutschland zu machen“, so der Ministerpräsident weiter. Keine andere Region in Deutschland verfüge auf so dichtem Raum über solch geballte Kompetenz der gesamten elektromobilen Wertschöpfungskette. Darauf werde man engagiert aufbauen und mit Strom aus erneuerbaren Energien einen Paradigmenwechsel hin zu einer vernetzten Mobilität gestalten. Mit den 50 Millionen Euro aus der aktuellen Landesinitiative Elektromobilität II habe man dafür auch finanziell ein deutliches Zeichen gesetzt, welche Bedeutung die Landesregierung der Elektromobilität als wichtigen Baustein für eine nachhaltige Mobilität beimesse. "Die Landesregierung geht selbst mit gutem Beispiel voran und wird beim Landesfuhrpark ansetzen, um den durchschnittlichen CO2 zu reduzieren", ergänzte Verkehrsminister Winfried-Hermann in der Experten-Talk Runde des Abends. Schon jetzt seien Elektrofahrzeuge erfolgreich im Einsatz und man werde bedarfsgerecht den Anteil der E-Fahrzeuge steigern. Baden-Württemberg steht für Systemkompetenz „Elektromobilität muss erfahrbar werden: Die herausragende Forschung zur Elektromobilität in Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen braucht vor Ort sichtbare Pilot- und Demonstrationsprojekte. Damit können neue Technologien validiert und in großserienfähige Produkte und gefragte Dienstleistungen umgesetzt werden“, warb auch Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid im Vorfeld der Veranstaltung für die laufende Bewerbung um das Schaufenster Elektromobilität. Das lebendige Labor "LivingLab BWe mobil" sei die perfekte Ergänzung für das neue Spitzencluster, um bestehende, anwendbare und einsetzbare Produkte zusammen mit realen Ge-schäftsmodellen und -systemen auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen und “erfahrbar” zu machen. Im Spitzencluster Elektromobilität Süd-West würden die Grundlagen für die Erzeugung zukünftiger Produkte gelegt und Sys-temkompetenz aufgebaut. „Das LivingLab BWe mobil ist die Chance, schon heute sehr vielen Menschen Zugang zur Elektromobilität real zu ermöglichen. Mehr als 500 E-Autos werden allein in innovativen Verleihsystemen – wie eFlinkster und car2go – eingesetzt und intermodal mit grünen ÖPNV-Angeboten vernetzt werden“, umreißt e-mobil BW Geschäftsführer Franz Loogen einige der insgesamt 41 Projekte des Schaufenster-Antrags mit einem geplanten Gesamtvolumen von 153 Millionen Euro. Darüber hinaus sollen mehr als 1000 E-Fahrzeuge unterschiedlichster Fahrzeugtypen und Marken in gewerblichen Flotten zum Einsatz kommen und auch entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden, die regenerativ versorgt und intelligent gesteuert werde. „Hier müssen wir im Großversuch dringend Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen sind unersetzlich, um das Systemgut Elektromobilität rasch für den weltweiten Wettbewerb weiterzuentwickeln und so Beschäftigung in der wichtigsten Mobilitätsregion Europas zu sichern“, ergänzte e-mobil BW-Geschäftsführer Franz Loogen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen dürften den Anschluss nicht verlieren. Mit der Modellregion Elektromobilität Stuttgart ist zudem eine der acht Modellregionen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Ba-den-Württemberg beheimatet. Diese hat unter anderem Europas größte E-Bike-Flotte auf die Straßen der Region Stuttgart gebracht und geht jetzt in die zweite Runde. „Elektrische Antriebe sorgen für einen beschleunigten Strukturwandel in der Automobilindustrie. Mit vielen neuen und innovativen Projekten wollen wir dazu beitragen, dass die Region Stuttgart in diesem Prozess ihre Stellung als führender Forschungs- und Produktionsstandort behauptet. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer E-Taxi-Flotte, die Entwicklung eines marktreifen Batterie-Nachrüstsatzes für Kleintransporter und der Einsatz eines Omnibusses ausschließlich mit Batteriebetrieb“, sagte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Elektromobilität in Baden-Württemberg heißt Vielfalt und Kreativität In der Lichtinszenierung eines riesigen elektromobilen Schaufensters konnten sich die Gäste überzeugen, dass Elektromobilität in Baden-Württemberg vor al-lem vielfältig ist. Verschiedene Fahrzeugtypen vom Zweirad über den Transpor-ter bis hin zum Lkw und unterschiedliche Antriebsarten vom batterieelektrischen Fahrzeug bis zum Brennstoffzellenauto zeigten die gesamte Bandbreite der Elektromobilität. Bei der Prämierung der Sieger des Wettbewerbs Sounddesign Elektromobilität der WRS GmbH wurde deutlich, dass auch die Kreativwirtschaft in den Technologiewandel eingebunden werden muss. Den ersten Preis belegte der Sounddesigner Mario Knapp aus Berlin, dem es nach Auffassung der Jury am besten gelang, einen stummen Kurzfilm mit den passenden Geräuschen für die Fahrt eines Elektroautos zu versehen. |
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