Keyvisual: Ausstellungsexponat "Auto aus Plexiglas" der EnBW - Foto: (c) e-mobil BW / KD Busch

Intermodalität

Autobahn bei Nacht - Foto: (c) Kalafoto - fotolia.com

Vernetzung durch IKT – Intermodale Mobilitätslösungen sind gekennzeichnet durch eine Diversität der Antriebsarten, vernetzte Fahrzeuge (car connect) und ein verändertes Nutzungsverhalten hinsichtlich des eigenen Fahrzeugs. Intelligente, anpassungsfähige und kontextbewusste Informations- und Kommunikationstechnologien sind hierfür ein Schlüssel.

Vernetzte Fahrzeuge

Mobilität ist ein Grundbedürfnis und Triebfeder für Wachstum und Innovationen. Die wachsende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Bereich der Mobilität erhöht den Vernetzungsgrad des Systems. Innovative Fahrerassistenzsysteme verbessern zukünftig die Sicherheit durch Car-to-Car-Kommunikation und Car-to-Infrastructure-Kommunikation.

Das Fahrzeug vernetzt sich mit weiteren Fahrzeugen, Infrastruktur und der Umwelt und tauscht Daten beispielsweise mit Ladesäulen und „smarten“ Wohnhäusern aus. Dem Fahrer wird so eine Fülle an Informationen über Fahrzeugparameter und Navigation bis hin zum eigenen Internetzugang des Fahrzeugs geboten. Der Fahrer agiert dabei über Nutzerschnittstellen (HMIs = Human Machine Interface) mit seinem Fahrzeug und weiteren Geräten wie Ladestationen und Parkscheinautomaten.

Mit der Weiterentwicklung der Smartphones wurde eine neue Möglichkeit geschaffen, diese Hardware-bezogene Bedienung um eine neue Art der Vernetzung zu erweitern. Die Bereitstellung von Diensten auf einem Smartphone bindet die Nutzung nicht mehr an lokale Schnittstellen und vereinfacht daher den Zugang wesentlich. Dies gilt nicht nur für das Fahrzeug im Speziellen, sondern für die gesamte individuelle Mobilität im Allgemeinen. So stehen unterschiedlichste Funktionalitäten jederzeit und überall zur Verfügung. Gepaart mit Echtzeitinformationsdiensten wird hierdurch auch der Wechsel zwischen Verkehrsmitteln erleichtert und eine wichtige Grundlage für intermodale Mobilitätslösungen gelegt.

Intermodale Mobilität

Intermodale Mobilitätslösungen müssen für den Nutzer möglichst einfach und attraktiv gestaltet sein. Dies erfordert die Berücksichtigung sämtlicher Mobilitätsangebote, einer umfassenden, aktuellen und zuverlässigen Information vor Ort sowie universeller Zugangs- und Abrechnungssysteme für alle verfügbaren Verkehrsmittel.

Grundvoraussetzungen für intermodale Verkehrssysteme sind daher leistungsfähige ÖPNV-Netze, eine gute Verfügbarkeit an alternativen Mobilitätslösungen und Fahrzeugen sowie eine effiziente und innovative IKT-Infrastruktur. Insbesondere in Städten, in denen diese Strukturen bereits vorhanden sind und beispielsweise durch die weitere Verbreitung von Carsharing-Angeboten und dem Ausbau der ÖPNV-Netze gestärkt werden, ist bereits heute ein verändertes Mobilitätsverhalten zu verzeichnen.

So wandelt sich das Nutzungsverhalten allmählich von einer Verkehrsmittelperspektive mit einem starken Fokus auf dem Automobil hin zu einer Systemperspektive. Hierdurch ist nicht mehr der Besitz eines Fahrzeugs, sondern der Zugang zu einem Fahrzeug ausschlaggebend. Das Mobilitätsbedürfnis als solches tritt in den Vordergrund.

Intermodalität made in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist mit seinen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Automobilindustrie und seiner Zulieferer, der IKT-Branche, der Energieversorger, dem ÖPNV und den Carsharing-Unternehmen sehr gut aufgestellt, um intermodale Mobilitätslösungen weiter voranzubringen und zu entwickeln. Baden-Württemberg verfügt darüber hinaus mit zahlreichen Forschungs- und Demonstrationsprojekten wie dem Spitzencluster Elektromobilität Süd-West, dem baden-württembergischen Schaufenster Elektromobilität LivingLab BWe mobil und den Modellregionen über beste Voraussetzungen, zukünftige Mobilitätslösungen mitzugestalten und von sich ergebenden Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotentialen zu profitieren.

Einen umfassenden Überblick über die Bedeutung der IKT- und Energieinfrastruktur für zukünftige Mobilitätslösungen unter Berücksichtigung möglicher Potentiale und Risiken für die Positionierung des Landes Baden-Württemberg werden in der „Systemanalyse BWe mobil 2013: IKT- und Energieinfrastruktur für innovative Mobilitätslösungen in Baden-Württemberg“ ausführlich dargestellt.

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