AFTER SALES STUDIE - page 11

fen davon waren sowohl der freie wie auch der fabrikatsgebun-
dene Bereich. Ursachen für diesen Konsolidierungsprozess sind
die zunehmende Marktsättigung in Deutschland, ein deutlich ver-
schärfter Preis- und Konditionenwettbewerb sowie zunehmende
Probleme bei der Kapitalbeschaffung. Außerdem verfolgen heute
viele Hersteller die Strategie, mit wenigen dafür aber größeren
Händlerbetrieben zusammenzuarbeiten.
Der aufgezeigte Konsolidierungsprozess hat auch zu einem deutli-
chen Beschäftigungsrückgang in der Branche geführt. Verzeichne-
te das Kraftfahrzeuggewerbe im Jahr 2000 noch 526.000 Beschäf-
tigte, so ist diese Zahl bis zum Jahr 2013 auf 460.000 gesunken. Dies
entspricht einem Rückgang von rund 13 % (Abbildung 7).
Der größte Teil der in der Branche beschäftigten Mitarbeiter sind
im After Sales, also in der Werkstatt tätig. Ihr Anteil inklusive der
Auszubildenden an der Gesamtzahl der Beschäftigten im Kraft-
fahrzeuggewerbe liegt bei fast 75 %.
Abbildung 6: Entwicklung der Kfz-Betriebe in Deutschland
(Quelle: ZDK 2014)
Jahr
Kfz-Betriebe insgesamt
davon fabrikatsgebundene Betriebe
2000
47.000
23.650
2001
45.800
22.571
2002
44.200
21.762
2003
42.500
20.478
2004
41.700
20.120
2005
40.800
20.600
2006
40.200
19.800
2007
39.750
19.700
2008
39.100
18.900
2009
38.300
18.250
2010
38.050
18.100
2011
38.000
17.600
2012
37.800
17.500
2013*
38.500
17.500
* aktualisierte Betriebsdatenerfassung des ZDK
Zusammenfassend ist festzustellen, dass der After Sales Markt vor
allem aufgrund der technisch-qualitativen Verbesserungen bei den
heute in den Verkehr kommenden Fahrzeugen eine nur noch geringe
Wachstumsdynamik aufweist. Es ist davon auszugehen, dass sich
dieser fundamentale Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Die Elek-
trifizierung des Antriebsstranges stellt daher nur einen Einflussfak-
tor auf das After Sales Geschäft dar.
2.3 BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG
IM KRAFTFAHRZEUGGEWERBE
Das Kraftfahrzeuggewerbe umfasst alle Betriebe, die mit der Ver-
marktung sowie der Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen
beschäftigt sind. Neben den fabrikatsgebundenen umfasst es
auch die nicht-herstellergebundenen Anbieter im Kraftfahrzeug-
handel sowie im Kraftfahrzeugservice. Nicht zum Kraftfahrzeug-
gewerbe gehören die herstellereigenen Betriebsstätten, also ins-
besondere die sogenannten Werksniederlassungen. Im Jahr 2013
betrug die Gesamtzahl der Kraftfahrzeugbetriebe in Deutschland
38.500, wovon 17.500 Betriebe als fabrikatsgebunden klassifiziert
werden. Die Gesamtzahl der Kraftfahrzeugbetriebe war in den letz-
ten Jahren deutlich rückläufig. Sie sank von 2000 bis 2013 um 18 %
(Abbildung 6). Die erhöhte Zahl der Betriebe im Jahr 2013 ist durch
eine aktualisierte Betriebsdatenerfassung des Zentralverbandes
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zurückzuführen. Betrof-
Abbildung 5: Ort der Durchführung von Instandsetzungsarbeiten nach Aggregaten
im Jahr 2013 (Quelle: DAT Report 2014)
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