AFTER SALES STUDIE - page 32

Für das Kompetenzcenter mit vier speziellen Arbeitsplätzen ergibt
sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 48.060
. Für die Investitio-
nen in die technische Ausrüstung müssen dabei 36.960
, für die
Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter 11.100
aufgewendet
werden. Gleichzeitig fallen wieder rund 1.000
für die Prüfung und
Zertifizierung des Betriebes an.
Kapitel 5
Abbildung 39: Kostenaufwand in der Werkstatt durch Elektrofahrzeuge (Basisvarian-
te und Kompetenzcenter) (Quelle: Hochschule Esslingen, CAST)
Bei den zu dieser Fragestellung durchgeführten Experteninter-
views ergaben sich sehr große Spannweiten, die vor allem darauf
zurückzuführen waren, dass bislang bei wenigen Serviceverant-
wortlichen in der Automobilindustrie und auch im Automobilhan-
del detaillierte Kalkulationen durchgeführt wurden bzw. keine
Erfahrungswerte vorliegen. Ein Hersteller mit einem relativ brei-
ten Angebot an Elektrofahrzeugen geht von Investitionen in einer
Größenordnung von 16.000 bis 20.100
aus. Diese Schätzung be-
stätigt die im Rahmen dieser Studie ermittelten Zahlen insofern, als
das Anforderungsprofil an die Kfz-Betriebe in etwa in der Mitte der
hier durchgerechneten Varianten liegt. Bei BMW werden für die
sogenannten i-Stützpunkte Kosten in Höhe von 20.000 bis 25.000
genannt, wobei die Einrichtung für die CFK-Reparatur jedoch nicht
berücksichtigt ist (vgl. Automobilwoche Spezial 2013).
Da die Qualifizierungsmaßnahmen bei den Mitarbeitern nicht
jährlich durchgeführt und die Investitionen über mehrere Jahre
abgeschrieben werden können, ergeben sich jährliche Kosten in
einer Größenordnung von 2.500 (Basisvariante) bis 7.500
(Kom-
petenzcenter). Bezogen auf den Stundenverrechnungssatz dürfte
der dadurch bedingte Kostenanstieg bei einem Durchschnittswert
von 65
/Stunde deutlich unter 50 Cent liegen.
5.6.4 ZUSAMMENFASSUNG
Angesichts der relativ niedrigen zusätzlichen Investitionen in das
Sach- und Humankapitel ist keine kostenbedingte konzentrations-
fördernde Wirkung der Ausbreitung von elektrifizierten Antriebs-
konzepten im Kraftfahrzeuggewerbe zu erwarten.
Der stärkste negative Einfluss auf die wirtschaftliche Lage von Kfz-
Werkstätten geht vom Wegfall wesentlicher Teilepositionen aus.
Berücksichtigt man, dass auf den After Sales rund zwei Drittel des
Deckungsbeitrags III in Autohäusern entfällt, so könnte eine stär-
kere Ausbreitung von Elektromobilen, die Ertragskraft der Branche
schwächen. Dies gilt vor allem für den Wegfall der Ölumsätze. In-
sofern stellt sich die Frage, ob und in welcher Weise die Kfz-Werk-
stätten neue Geschäftsfelder zur Kompensation dieser Rückgänge
erschließen können.
Position
Investition/
Kosten
(in
)
Bemerkung
Investitionen
Inventar
Warnzeichen
Schutzausrüstung
Werkzeuge
Ladestation
Summe
750,00
300,00
400,00
3.100,00
1.100,00
(5.650,00)
ein Arbeitsplatz und eine
einfache Ladestation +
Einrichtung für
Brennstoffzellen Wartung und
Reparatur am Arbeitsplatz
Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen
Fachkurs E-Mobilität
Elektrofachkraft HV
Lehrgang GAP
Summe
750,00
1.500,00
1.200,00
(3.450,00)
Schulung eines Mitarbeiters
Kosten Prüfung / Zertifizierung
1.000,00
Summe Gesamt
10.100,00
Investitionen
Inventar
Warnzeichen
Schutzausrüstung
Werkzeuge
Ladestation
Summe
5.550,00
810,00
1.600,00
14.000,00
15.000,00
(36.960,00)
4 Arbeitsplätze und 3
Ladestationen à 2 Anschlüsse
+ Einrichtung für
Brennstoffzellen Wartung
und Reparatur an allen 4
Arbeitsplätzen
Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen
Fachkurs E-Mobilität
Elektrofachkraft HV
Lehrgang GAP
Summe
3.000,00
4.500,00
3.600,00
(11.100,00)
4 geschulte Personen
Kosten Prüfung / Zertifizierung
1.000,00
Summe Gesamt
48.060,00
30
1...,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31 33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,...44
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