AFTER SALES STUDIE - page 6

VORWORT
Nachhaltige Mobilitätslösungen sind bedeutende Innovationstreiber
in Baden-Württemberg. Der Weg in die Elektromobilität wird im
Ländle gleich zweifach im großen Stil begleitet und gefördert:
Mit dem Spitzencluster „Elektromobilität Süd-West“, gefördert
durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
und unterstützt durch das Land Baden-Württemberg wurde ein
wesentlicher Grundstein zur Industrialisierung der Elektromobi-
lität geschaffen. Gleichzeitig wird im baden-württembergischen
Schaufenster „LivingLab BW
e
mobil“, welches ebenfalls von der
Bundesregierung gefördert und vom Land Baden-Württemberg
sowie der Region Stuttgart unterstützt wird, die Anwendung neu-
er Mobilitätslösungen erforscht. Dass sich Baden-Württemberg
sowohl Spitzencluster als auch Schaufenster sichern konnte,
zeigt einmal mehr die Stellung als eine der führenden Innova-
tions- und Wirtschaftsregionen in Europa. Gerade für die Elek-
tromobilität bieten die einzigartigen, historisch gewachsenen
Strukturen im Automobilbereich sowie die enge Verzahnung der
beiden weiteren Schlüsselbranchen Informations- und Kommuni-
kationstechnologie (IKT) und Energie sowie dem Querschnittsfeld
Produktion gute Voraussetzungen für Baden-Württemberg, um
eine weltweit führende Rolle einzunehmen.
Doch das System Elektromobilität ist komplex und die Erfahrun-
gen der vergangenen Jahre zeigen uns, dass neben Investitionen
viel Zeit, Kraft und Geduld notwendig sind, eine derartige Inno-
vation durchzusetzen. Auch in Zukunft ist es daher notwendig,
den Standort Baden-Württemberg als Land für neue Mobilitäts-
systeme weiter zu stärken und beharrlich an bisher offenen Fra-
gestellungen zu arbeiten. So sind beispielsweise viele Fragen im
Bereich der Industrialisierung insbesondere hinsichtlich Kosten-
senkung und Handhabung noch nicht gelöst. Aber auch Fragen
zur weiteren Verwendung einzelner Komponenten sowie zu den
Auswirkungen auf die Struktur und den Umfang der automobil-
wirtschaftlichen Wertschöpfung sind noch nicht vollständig be-
leuchtet. Durch entfallende Komponenten und Technologien oder
durch gänzlich neue, können sich die Wertschöpfungsanteile
zwischen den unterschiedlichen Akteuren und möglicherweise
auch zwischen Wirtschaftsregionen erheblich verschieben.
Die vorliegende Studie setzt an diesem Punkt an und dient als
ein weiterer Schritt, sich dem Thema ganzheitlich zu nähern. Der
Fokus liegt hier auf dem After Sales-Bereich und zwar insbeson-
dere hinsichtlich der zu erwartenden Beschäftigungs-Effekte. Mit
Hilfe von drei Referenzszenarien werden verschiedene quantita-
tive und qualitative Auswirkungen im Kraftfahrzeuggewerbe und
in der Teileindustrie erforscht. Zudem werden abschließend ver-
schiedene Anpassungsstrategien im Kraftfahrzeuggewerbe auf-
gezeigt und damit neue Impulse zur Nutzung der sich bietenden
Chancen gegeben.
Durch die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft
und öffentlicher Hand hat Baden-Württemberg gute Vorausset-
zungen, um diese Chancen in der Industrialisierung und Anwen-
dung neuer Mobilitätstechnologien zu ergreifen.
Dr. Nils Schmid MdL
Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen
und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg
Franz Loogen
Geschäftsführer e-mobil BW GmbH
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