AFTER SALES STUDIE - page 9

Kapitel 2
2.1 ABGRENZUNG DES AFTER SALES
Der Bereich „After Sales“ umfasst in der hier gewählten Abgren-
zung alle Wartungs- und Reparaturarbeiten, die nach dem Kauf ei-
nes Automobils anfallen. Dabei handelt es sich bei den Wartungs-
arbeiten um plan- und voraussehbare Werkstattereignisse auf der
Basis der Vorgaben der Automobilhersteller. Bei den Reparaturar-
beiten kann zusätzlich zwischen Verschleiß- und Unfallreparatu-
ren unterschieden werden.
Der „Aftermarket“ umfasst demgegenüber den Markt für Ersatz-
teile und Zubehör. Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie stehen
Ersatzteile, deren Bedarf sich durch die Elektrifizierung spürbar
verändert.
Zwischen dem After Sales und dem Aftermarket besteht eine enge
Verbindung, da die meisten Wartungs- und Reparaturarbeiten direkt
oder indirekt mit der Verwendung von Ersatzteilen verbunden sind.
STRUKTUR, BEDEUTUNG UND ENTWICKLUNG
DES AFTER SALES
2.2 ENTWICKLUNG DES AFTER SALES GESCHÄFTES
Die Umsatzentwicklung auf dem Markt für Wartungs- und Repara-
turarbeiten hat längerfristig betrachtet nahezu stagniert. Lag das
Umsatzvolumen im Jahr 1995 bei 29,8 Mrd.
, so erreichte es im
Jahr 2009 34,5 Mrd.
(Abbildung 1). Das entspricht einem durch-
schnittlichen jährlichen Anstieg von 1,1 %. Real betrachtet, also un-
ter Abzug der inflationären Preissteigerungen war der Markt damit
sogar rückläufig.
Der Anstieg des Servicevolumens in den Jahren 2010 bis 2012 steht
ganz wesentlich im Zusammenhang mit der im Jahr 2009 eingeführ-
ten, zeitlich befristeten, Umweltprämie für die Verschrottung von
Altfahrzeugen und der Neuanschaffung von Fahrzeugen. Sie führ-
te in diesem Jahr zu einem Anstieg der Neuzulassung um 23,2 %
gegenüber dem Vorjahr auf 3,81 Mio. Einheiten. In der Folge ist vor
allem das Wartungsaufkommen bei jungen Fahrzeugen angestiegen.
Abbildung 1: Umsatzentwicklung im Servicegeschäft
(Quelle: DAT-Report 2013; ZDK 2013; Berechnungen IFA 2013)
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