FAHRZEUGVERNETZUNG - page 12

Kapitel 2
Tabelle 2: Übersicht zu Umfeldsensoren. (Eigene Darstellung)
Sensor
Varianten Eigenschaften
Einsatzgebiet
Vor- und Nachteile
Ultraschall
Reichweite von bis zu 5 m
Parkassistenten sowie vereinzelt für
Toter-Winkel-Assistenten bzw.
Spurwechselassistenten
+
Kostengünstig
Freies Sichtfeld notwendig; Oberflächen-
verschmutzung führt zu unvorhersehbaren
Ausfällen; Erkennung von kleinen Objekten oder
Objekten mit schrägen Oberflächen schwierig;
Sensorwerte sind temperaturabhängig; geringe
Reichweite
Radar
Fern-
bereichs-
radar
Frequenzband 76–77 GHz; typische Reichweite
bis zu 250 m; Öffnungswinkel bis zu 30 Grad;
Winkel kann durch Anpassung der Linsen-
geometrie individuell erweitert werden –
unter Einbuße von Reichweite
Für längsführende Assistenzsysteme
(z. B. ACC oder Stauassistent)
+
Relativ robust gegenüber Wettereinflüssen;
große Reichweite
Hohe Herstellungskosten; Sensoren des
gleichen Typs können zu Störeinflüssen und zur
Detektion von Phantomobjekten führen; System
kann (noch) nicht zwischen einem relevanten
Objekt (Fußgänger) und einem irrelevanten
Objekt (kleiner Pappkarton) unterscheiden
Mittel-
bereichs-
radar
Erste Varianten im lizenzfreien ISM-Band bei
24 GHz; nun auch Frequenzband 76–77 GHz;
Öffnungswinkel zwischen 150 und 40 Grad;
Reichweite zwischen 80 und 160 m
Oft als Ergänzung zu den Anwendungen
der Fernbereichsradare (z. B. zu einem
Auffahrassistenten); Verwendung auch
für Parkassistenten durch Einbau auch im
Heckbereich des Fahrzeugs
Nah-
bereichs-
radar
Erste Varianten im lizenzfreien ISM-Band bei
24 GHz, nun auch Frequenzband 76–77 GHz;
breiter Abstrahlwinkel (~150 Grad),
aber wesentliche geringere Reichweite,
typischerweise 50 m
Kamera
Mono-
kamera
Reichweite je nach Einsatzzweck von bis zu
500 m (bei Lichtpunkterkennungen)
Im Allgemeinen Einparkhilfen und Schil-
dererkennung, darüber hinaus Verwen-
dung für querassistierende Systeme
(Spurverlassenswarner und Spurhalte-
assistenten) und unterstützend für
längsführende Assistenten (z. B. Auffahr-
warnsystem)
+
Kostengünstig, Objektzuordnung gut möglich, bei
Stereokameras Objektzuordnung und Interpreta-
tion besser möglich als bei Monokameras
Ausreichende Helligkeit notwendig; unge-
eignet zur Geschwindigkeitsermittlung; bei
monoskopischer Entfernungsschätzung können
zuweilen große Schätzfehler auftreten; Detek-
tionsrate und Reichweite der Kamerasensorik
sinkt bei schlechten Witterungsverhältnissen
Stereo-
kamera
Dreidimensionale Umgebungserfassung der
Stereotechnik: zwei Kameras mit typischer
Reichweite bis zu 60 m, dreidimensional
hochauflösende Messwerte;
Öffnungswinkel um 45 Grad
Längs- und Querführung heutiger Automa-
tisierungssysteme z. B. ACC, Stauassis-
tent, Auffahrassistent sowie Spurverlas-
senswarner und Spurhalteassistenten
Laser
LIDAR
Typische Reichweite automotiv verbaubarer
LIDAR etwa 100 m
Wegen schlechter Wetterrobustheit
weniger für längsführende Assistenz-
systeme (z. B. ACC), dafür eher Radar
(Long Range); LIDAR ist Alternative
und/oder Redundanzlösung für Assistenz-
systeme, die eher kurze Distanzmessung
verwenden (z. B. Auffahrwarnsystem)
+
Hohe Auflösung, bei Rotationslasern zudem
Rundumsicht möglich
Probleme bei Nebel und diffuser Lichtstreuung;
Lichtstrahlbündelung kann dem entgegenwirken,
führt dann evtl. jedoch zur totalen Reflexion;
keine Bilderkennung
Rotations-
laser
Laserscanner mit rotierenden Spiegeln;
360 Grad Rundumsicht mit hoher Auflösung
Referenz für Umfeldsensoren mit einer
Reichweite bis 100 m
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