FAHRZEUGVERNETZUNG - page 22

Kapitel 2
Begriffe wie Car2Infrastructure, Car-to-Infrastructure, C2I,
V2I oder Vehicle-to-Infrastructure beschreiben die Vernet-
zung von Fahrzeugen mit der Infrastruktur.
Verallgemeinern lässt sich die externe Vernetzung von Fahr-
zeugen durch Gebrauch der Abkürzung X. Begriffe wie C2X
oder Vehicle-to-X bezeichnen die Vernetzung von Fahrzeu-
gen sowohl mit anderen Fahrzeugen als auch mit Verkehrs-
und Kommunikationsinfrastrukturen.
Für die Kommunikation stehen derzeit diverse Technologien zur
Verfügung.
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Relevant sind hier insbesondereWireless LAN (WLAN)
nach ITS G5 und Mobilfunk der 4 und 5. Generation (LTE) sowie für
einige Anwendungen auch digitaler Rundfunk und Bluetooth.
Die WLAN-Technologie bietet sich insbesondere für die schnelle
Weitergabe von Meldungen (vor allem Gefahrenmeldungen) zwi-
Abbildung 8: Kommunikationstechnologien für Fahrzeuge im Straßenverkehr. (Eigene Darstellung)
Digitaler Rundfunk
Kollektive Verkehrs- und
Kartendaten
Bluetooth
Einbindung portabler Geräte
Mobilfunk
Individualisierte
Mehrwertdienste
ITS G5
Lokale Gefahrenmeldungen und
Verkehrsflussoptimierung
9
Für eine Auflistung der Technologien sei an dieser Stelle auf die Abbildung „Standards und Technologien für die Datenübertragung“ auf Seite 31 der Studie der BW
e
Mobil
„Systemanalyse 2013, IKT- und Energieinfrastruktur für innovative Mobilitätslösungen in Baden-Württemberg“ verwiesen.
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Siehe
schen räumlich nahen Fahrzeugen und ggf. Infrastruktureinhei-
ten an. Beispielsweise eignet sie sich gut zur Auflösung des oben
beschriebenen Einmündungsproblems.
Dass die WLAN-Technologie funktioniert und alltagstauglich ist,
haben mehrere groß angelegte Feldtests, wie z. B. im nationalen
abgeschlossenen Forschungsprojekt simTD oder im europäisch
geförderten Projekt DRIVE C2X belegt. Im Projekt simTD wurden
zum Beispiel mit über 120 Fahrzeugen Warn- und Verkehrslen-
kungsfunktionen erprobt. Die Ergebnisse sind unmittelbar in
Standardisierungsaktivitäten z. B. bei ETSI
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über das Car2Car
Communication Consortium (C2C CC) eingeflossen. Wesentliche
Inhalte des ITS-G5-Standards basieren u. a. auf den Projekt­
ergebnissen. Neben der positiven Resonanz in Bezug auf die
technischen Aspekte konnte auch ein positiver Nutzen-Kosten-
Faktor begründet werden.
In den Forschungsvorhaben wurden jedoch vornehmlich nur
informierende bzw. warnende Funktionalitäten aufgezeigt. Eine
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