FAHRZEUGVERNETZUNG - page 46

3.3 FORSCHUNGSFAHRZEUGE
Zum Testen des vollautomatisierten Fahrens wurden von Her-
stellern, Forschungspartnern und Akteuren aus der IT-Branche
Fahrzeuge ausgestattet. Das Spektrum reicht von der Aufrüstung
konventioneller Pkw bis hin zur Entwicklung vollkommen neuer,
auf die Automatisierung abgestimmter Fahrzeuge. Auch Fahrzeu-
ge des öffentlichen Personenverkehrs und Lkw werden als For-
schungsfahrzeuge eingesetzt. Diese Fahrzeuge bieten oftmals
auch diverse Vernetzungsfunktionen im Kontext des automati-
sierten Fahrens.
Verwendung konventioneller Pkw
Ein Beispiel für die Erweiterung eines konventionellen Fahrzeugs
lieferte der Versuchsträger Leonie in Braunschweig (siehe Abbil-
dung 26), der aus einem VW Passat entwickelt wurde.
Mit dem Google Lexus RX450h testet auch Google automatisiertes
Fahren auf Basis eines umgerüsteten konventionellen Fahrzeugs.
Nicht immer sind aufwändige Änderungen am Fahrzeug erkenn-
bar. So hat beispielsweise Mercedes-Benz mit dem S500 gezeigt,
dass aktuelle Fahrzeuge ebenso in der Lage sind, hochautoma-
tisiert zu fahren.
Auch Audi hat entsprechende Konzepte und Fahrzeuge wie den
Audi RS7 Piloted Driving, mit dem das autonome Fahren bei Spit-
zengeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h auf dem Hockenheim-
ring gezeigt wurde. BMW demonstriert mit einem BMW 5er Con-
nected Drive das Fahren ohne Fahrereingriff und mit dem BMW
2er Coupé Connected Drive (siehe Abbildung 28) das Driften mit
einem vollautomatisierten Fahrzeug.
Volvo plant, ab 2017 automatisierte Testfahrzeuge für ausgewähl-
te Kunden zur Verfügung zu stellen.
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Kapitel 3
Abbildung 26: Versuchsfahrzeug „Leonie“. (Quelle: © TU Braunschweig)
Abbildung 27: Mercedes-Benz S500. (Quelle: © Daimler AG)
Abbildung 28: BMW 2er Coupé Connected Drive. (Quelle: © BMW)
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autogazette.de (2014c).
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