LivingLab BWe mobil - page 72

Urbaner Mobilitätskomfort – Region Stuttgart
Anreizsysteme für nachhaltige Mobilität von morgen
Um urbane Mobilitätssysteme langfristig nach-
haltiger zu gestalten, ist es notwendig, parallel
zur Entwicklung neuer Mobilitätsangebote auch
die Nutzer zum Umstieg vom privaten PKW auf
den ÖPNV und andere nachhaltige Mobilitätsfor-
men, wie z. B. E-Carsharing oder Radfahren, zu
bewegen. Neben Zeitaufwand und Kosten ist da-
bei Komfort einer der Haupteinflussfaktoren für
individuelle Mobilitätspräferenzen.
Ziele des Projektes „Urbaner Mobilitätskom-
fort – Region Stuttgart“, das federführend vom
Fraunhofer IAO durchgeführt wird, sind die
wissenschaftliche Entwicklung eines Komfort-
modells für urbane Mobilität und der Aufbau
eines Smartphone-basierten Messsystems für
den Praxiseinsatz. Urbane Mobilität kennzeich-
net sich durch intermodale Reiseketten aus, d.
h. die freie Kombination unterschiedlicher Ver-
kehrsmittel und Umsteigepunkte aufgrund eines
umfangreichen Angebots im städtischen Raum.
Durch Nutzerbefragungen in der Region Stutt-
gart ermittelte die DIALOGIK in diesem Zusam-
menhang vier Mobilitätskomfort-Typen und
die wesentlichen Einflussgrößen auf deren ty-
penspezifischen Mobilitätskomfort: die »Relaxer«,
die »Eiligen«, die »Anspruchsvollen« und nicht zu-
letzt die »Sportlichen«. Gefragt wurde nach dem
Mobilitätskomfort des öffentlichen Nahverkehrs
(Stadtbahn, S-Bahn, Bus), PKW-orientierten
Dienstleistungen (Taxi, Carsharing), Fahrrad-ori-
entierten Dienstleistungen und des privaten PKW.
Die Überführung des Komfortmodells in einen
App-Demonstrator geschieht im Anwendungs-
zentrum KEIM an der Hochschule Esslingen.
Mit dem Smartphone-App-Demonstrator wer-
den während einer Reisekette im Hintergrund
sensorbasiert Daten erfasst, die objektive Aus-
sagen über den Mobilitätskomfort liefern. Hier
werden beispielsweise die Lautstärke in den
Verkehrsträgern oder hektische Umstiege sicht-
bar. Zusätzlich ist die Meldung von subjektiven
Komfortdefiziten, z. B. der Sitzplatzverfügbarkeit,
während der Reise durch den Nutzer möglich.
Durch den Praxiseinsatz des Smartphone-App-
Projektpartner
KEIM
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