KOMPETENZ IN ELEKTROMOBILITÄT - page 15

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Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge mit Reich-
weitenverlängerung (serieller Hybrid) sowie reine
Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge.
Die Elektrifizierung des Antriebstrangs bedeu-
tet für die Automobilindustrie einen enormen
Wandel: Durch entfallende und neue Fahr-
zeugkomponenten und Technologien werden
sich Wertschöpfungsanteile zwischen unter-
schiedlichen Akteuren und möglicherweise
auch zwischen Wirtschaftsregionen neu ver-
teilen. Erwartet wird ein weltweites Marktpo-
tenzial mit einem Wert von circa 100 Milliar-
den Euro im Jahr 2020 für Komponenten des
elektrifizierten Antriebsstrangs (elektrische
Maschine, Leistungselektronik, Batteriesys-
tem, Ladegerät) und der Fahrzeugelektronik.
Um zukünftig starke Beschäftigungseffekte im
Land zu generieren, ist es wichtig, eine hohe
Wertschöpfungstiefe bei den „neuen Antriebs-
strangkomponenten“ zu erzeugen. Hierbei
müssen die Erkenntnisse aus Forschung und
Entwicklung auf die industrielle Fertigung
übertragen werden. Der auf dem Weltmarkt
gut positionierte Anlagen- und Maschinen-
bau kann und muss diesen Prozess begleiten.
Unter optimaler Ausnutzung der bestehenden
Potenziale könnten so bis 2020 in Baden-
Württemberg nahezu 10.000 neue Arbeits-
plätze entstehen.
Als branchenübergreifende Entwicklung wird
die Elektromobilität nicht nur Einfluss auf die
Automobilindustrie haben, sondern vielmehr
zu einer Konvergenz der Branchen Automobil-,
IKT- und Energiewirtschaft führen. Nur über
eine systemische und eng verzahnte Zusam-
menarbeit dieser drei Schlüsselbranchen und
unter Berücksichtigung des Querschnittfelds
Produktion können marktentscheidende Syn-
ergien entwickelt und die Industrialisierung der
Elektromobilität weiter vorangetrieben werden.
Baden-Württemberg gehört durch seine ge-
wachsenen Strukturen mit starken und erfin-
dungsreichen Unternehmen und einer exzellen-
ten Forschungs- und Hochschullandschaft zu
den innovationsstärksten Regionen in Europa.
Nicht nur die Elektrifizierung des Antriebs-
strangs bringt die Automobil-, IKT- und Energie-
branche in Bewegung, auch das Nutzerverhalten
Abbildung 2: Die Vielfalt elektromobiler Antriebskonzepte im Vergleich zum konventionellen Antrieb (Quelle: Strukturstudie BW
e
mobil 2011 – Baden-Württemberg auf dem Weg in die Elektromobilität)
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