SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 23

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Laufzeit: 11/2012 – 06/2016
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Projektpartner:
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Stadt Fellbach brucker architekten
Screenshot der App des Energiemanagements mit Integration des E-PKW
Ansprechpartner:
Dominik Noeren
Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE
Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg
T. +49 761 4588 5455
Projektverlauf und Ergebnisse
2014 wurde in Fellbach eine Siedlung von Einfamilien-
reihenhäusern mit großen Photovoltaik-Anlagen auf den
Dächern im zertifizierten Passivhausstandard fertigge-
stellt. Die Photovoltaik-Anlagen liefern mehr als genug
Energie für die Haushalte und für eine tägliche Mobili-
tät mit privaten Elektrofahrzeugen. Daher wurden im
Zuge dieses Schaufensterprojekts E-PKW für die fünf
Haushalte beschafft und vom Fraunhofer ISE Haus-Ener-
gie-Management-Systeme (HEMS) und Ladepunkte für
die Elektrofahrzeuge konzipiert und aufgebaut. Für den
zweijährigen Feldtest der Systeme wurde in Abstimmung
mit den Nutzern eine Android-App zur Ansteuerung des
HEMS und zur Visualisierung der Energiedaten gestaltet.
Eine gute Handhabung stand hierbei im Vordergrund.
Das HEMS und die Anwenderschnittstelle
Die App zum HEMS kann den Bewohnern nicht nur
Energieflüsse in Echtzeit darstellen, sondern ermöglicht
hierüber auch die intuitive Ansteuerung von der Schnell-
ladestation der Elektrofahrzeuge. Zusätzlich arbeitet auf
den Systemen ein lernfähiger Algorithmus zur optima-
len Solareigenstromnutzung. Heute kann das System die
Fahrzeuge mit maximalem Anteil aus dem selbstprodu-
zierten Solarstrom laden und optimiert somit die ökolo-
gischen und ökonomischen Mehrwerte für die privaten
Haushalte. Das System wird auch als Carsharing-Variante
zweier Haushalte eingesetzt.
Ausblick
Mit weiter sinkender Einspeisevergütung werden die
finanziellen Vorteile der Eigenstromnutzung steigen.
System und Algorithmus können modular eingesetzt wer-
den und finden Anwendung in weiteren Projekten. Die
Nutzung auf Firmenparkplätzen zur Optimierung vieler
Ladeprozesse ist ebenfalls erprobt. Die optimale Einbin-
dung von Wärmepumpen, Speichern und die netzscho-
nende Nutzung von Erzeugungsspitzen sind umsetzbar.
Die Weiterentwicklung von intuitiven Nutzerschnitt-
stellen ist hierbei eine wertvolle Ergänzung.
Wohnen und
Elektromobilität
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