SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 31

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Laufzeit: 01/2013 – 06/2016
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektpartner:
EFG – Engineering Facility Group Schäfer GmbH & Co. KG Städtebau-Institut – Universität Stuttgart
Aufbau der eStation – erste Schritte Richtung COBIS
Ansprechpartner:
Michael Metzger
EFG – Engineering Facility Group
Friolzheimer Straße 3
70499 Stuttgart
T. +49 711 882143563
struktur und Fahrzeugnutzung galt es viele technische
und vor allem rechtliche Fragen zu klären und allgemeine
Bedenken in die Technologie auszuräumen. Hinzu kamen
viele baurechtliche Fragen zum Thema Elektromobilität.
Nach erfolgreicher Klärung konnte als erster Baustein die
eMobilitäts-Station am Standort des zukünftigen Gewer-
beparks COBIS installiert werden. Die Station beheimatet
neben Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung und
Ladesäulen für Elektrofahrzeuge auch eine umfassende,
interaktive Präsentation zum Thema Elektromobilität, die
für Besucher zugänglich ist.
Parallel wurde das Energiekonzept vorangetrieben, in
dem branchenabhängig Energieerzeugung und -ver-
brauch in Form einer Simulation darstellbar sein wird.
Hierbei sind Erzeugungsprofile erneuerbarer Energiean-
lagen sowie Verbrauchsprofile zahlreicher Branchen re-
lativ gut bekannt und in das System einspeisbar. Bisher
wenig bekannt sind dagegen die unterschiedlichen Fuhr-
parkzusammenstellungen und Mobilitätsbedarfe von Un-
ternehmen in Abhängigkeit der Branche, des Unterneh-
mensportfolios, der Firmengröße, des Standorts und der
verkehrlichen Anbindung. Hierzu wurde ein Forschungs-
design entwickelt, welches sich derzeit in der Umsetzung
befindet. Aus den bisherigen Forschungsergebnissen wird
ersichtlich, dass Potenziale zur Einbindung von e-Fahr-
zeugen in ein Energieversorgungssystem zwar bestehen,
diese aber wesentlich von der zur Verfügung stehenden
Fahrzeuganzahl und dem branchenspezifischen Nutzer-
verhalten abhängen. Große Potenziale könnten sich aller-
dings aus der Nutzung von e-Fahrzeugen der Mitarbeiter
ergeben.
Ausblick
Die Projektergebnisse zu Mobilitätsbedarfen von Unter-
nehmen dürften auf vielfältige Weise nutzbar sein. So ist
es denkbar, die Datenbasis durch breiter angelegte Un-
tersuchungen auf mehr Branchen auszuweiten sowie über
den Großraum Stuttgart hinaus räumlich zu diversifizie-
ren – die Energiesimulation könnte damit zum Planungs-
instrument nachhaltiger Gewerbeparks weiterentwickelt
werden. Die mobilitätsrelevanten Erkenntnisse könnten
bei entsprechender Aufarbeitung auch in der Verkehrs-
und Regionalplanung dienlich sein.
Stadt- und
Verkehrsplanung
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