SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 37

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Laufzeit: 01/2013 – 12/2015
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektpartner:
Bosch Software Innovations GmbH Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG Heldele GmbH Fraunhofer ISI
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Die Projektteilnehmer nutzen 327 Elektro- und Hybridfahrzeuge
Ansprechpartnerin:
Bärbel Sachs
Bosch Software Innovations GmbH
Stuttgarter Straße 130
71332 Waiblingen
T. +49 711 811 58156
Zoe, smart fortwo electric drive, Tesla Model S und VW
eGolf. Eine Befragung der Fuhrparkleiter ergab, dass
bei der Anschaffung der Elektrofahrzeuge im Vergleich
zu konventionellen Fahrzeugen weitere Bereiche in den
Entscheidungsprozess eingebunden sind, wie z. B. das
Marketing. Design und Reichweite werden als Kaufkrite-
rien höher gewichtet als bei konventionellen Fahrzeugen;
Nutzungskosten, Sicherheit und Autogröße verlieren an
Wichtigkeit. Die Elektrofahrzeuge werden überwiegend
als Pool-Fahrzeuge eingesetzt. Dabei loben Flottenma-
nager in hohem Maße die Nützlichkeit im Arbeitsalltag
sowie die einfache Nutzung, hohe Sicherheit und Zu-
verlässigkeit. Flottenmanager sind bereit, einen beacht-
lichen Aufpreis – durchschnittlich ca. 100 Euro pro
Monat – für nichtmonetäre Eigenschaften der Elektro-
fahrzeuge zu bezahlen.
Die Projektteilnehmer schätzten die Möglichkeit, eigene
Ladeinfrastruktur zur Nutzung für Andere bereitzustellen
sowie Ladeinfrastruktur anderer Organisationen zu nut-
zen. Bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeuges ist den
meisten der befragten Fuhrparkmanagern wichtig, ein
Gesamtpaket inklusive Ladeinfrastruktur und zugehöri-
gen Ladeinfrastrukturdiensten angeboten zu bekommen.
Unter Berücksichtigung der untersuchten Fahrprofile
im Projekt sowie der Kosten- und Nutzenbewertungen
ergeben sich dadurch heute bereits Nischen, in denen
Elektrofahrzeuge für Unternehmen sinnvoller sein kön-
nen als konventionelle Fahrzeuge. In den überwiegenden
Fällen ergab sich zum Projektzeitpunkt aber eine negative
Bilanz in der Vollkostenrechnung. Es ist zu beobachten,
dass kleine und mittelständische Unternehmen bei der
Elektrifizierung der Fahrzeugflotte im Mittel eine höhere
Zahlungsbereitschaft aufweisen als Großunternehmen.
Ausblick
Die angeschafften Fahrzeuge und Ladestationen werden
von den Teilnehmern weiter verwendet. Die Flotten-
analysen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen helfen bei
künftigen Elektrifizierungsplänen ihrer Flotten. Ein kom-
merzieller Nachfolgebetrieb wird unter Berücksichtigung
rechtlicher Rahmenbedingungen angestrebt.
Flotten und
gewerbliche Verkehre
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