SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 41

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Laufzeit: 01/2013 – 12/2015
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Projektpartner:
Karlsruher Institut für Technologie Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA Siemens AG e-Motion Line GmbH
Ansprechpartner:
Dr. Kevin Stella
Karlsruher Institut für Technologie,
Projekt Competence E
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1; Gebäude 276
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
T. +49 721 608 28243
Pendlermodell, in dem sich bis zu vier Gruppen ein Fahr-
zeug teilen, nicht umgesetzt werden. Dies lag daran, dass
die realen Energieverbräuche im Betrieb deutlich
höher und die Einzelstrecken länger waren, als ursprüng-
lich prognostiziert. Eine Herausforderung war die Sicher-
stellung der hohen Fahrzeugverfügbarkeit, die zum Teil
bei den Leistungselektronikkomponenten noch Verbesse-
rungspotenzial aufgezeigt hat. Der phasenweise aus-
schließliche Einsatz von Gleichstromschnellladung hat
vereinzelt zu technischen Problemen geführt.
Die durchgeführte Gesamtkostenanalyse prognostiziert
den Break-even im Vergleich zu einem konventionellen
Fahrzeug bei ca. 200.000 km. Auch wenn dies während
der Laufzeit nicht erreicht wurde, demonstriert das Pro-
jekt, dass es auch gegenwärtig schon Profile gibt, in denen
eine Umstellung der Mobilität längerfristig finanzielle
Vorteile mit sich bringen kann. Im Vergleich zu konventi-
onellen Fahrzeugen sind in der Klimabilanz Fahrleistun-
gen von 30.000 km (Ökostrom) bis ca. 100.000 km (im
Strom-Mix: 50 % DE/50 % FR) notwendig, um einen öko-
logischen Mehrwert zu erreichen. Bisherige Analysen zei-
gen, dass E-Fahrzeuge im Pendelverkehr bei den Nutzern
nicht die sonst üblichen Bedenken, wie z. B. Reichweiten-
einschränkung, hervorrufen. Insgesamt zeigen die Er-
gebnisse, dass sich aus technischer, ökologischer und
perspektivisch auch ökonomischer Sicht, auch bei an-
spruchsvollen Fahrprofilen und hohen Verfügbarkeitsan-
forderungen, die Anwendung sehr gut für den Einsatz von
E-Fahrzeugen eignet.
Ausblick
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Elektrifizierung
des Pendler- und Dienstfahrtenverkehrs mit der aktuellen
Technologie technisch umsetzbar und perspektivisch
auch ökonomisch lohnenswert sein kann. Die eingesetz-
ten Fahrzeuge werden auch nach dem Projektlaufzeitende
im Einsatz bleiben. Weiterhin ist es denkbar, das Projekt
mit aktuellen Serienfahrzeugen zu erweitern. Zusätzlich
kann die im Projekt gewonnene Betriebserfahrung
genutzt werden, um weitere Unternehmen auf dem Weg
in eine nachhaltige Mobilitätsumstellung zu begleiten.
Flotten und
gewerbliche Verkehre
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