SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 43

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Viele positive Reaktionen bei Kunden und Passanten auf geräuscharme Zustellung
Ansprechpartner:
Steffen Raiber
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
T. +49 711-9702333
wiegend positiven Resonanz durch die Zusteller, welche
die guten Fahreigenschaften sowie die einfache Bedien-
barkeit hervorheben. Demgegenüber besteht weiterhin
Forschungsbedarf bei der Ladetechnik: Während sich
bei einem Unternehmen die eingesetzten Ladestationen
als unzuverlässig erwiesen haben, zeigten sich an kleine-
ren Verteilzentren bereits bei kleinen Flotten Probleme
mit der lokalen Energieversorgung (Anschlussleistung).
Trotzdem sind die Ausfallquoten der elektrischen Liefer-
fahrzeuge vergleichsweise gering und bis auf wenige klei-
ne Zwischenfälle sind sie zuverlässig im Einsatz.
Für die Paketdienstleister sind zudem die zahlreichen
positiven Reaktionen von Kunden und Passanten ein
Hinweis, dass Investitionen in eine stadtverträglichere
Logistik positiv wahrgenommen werden. Eine aktuelle
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zeigt, dass die Fahrzeuge
aufgrund geringer Stückzahlen und fehlender Langzeiter-
fahrungen momentan nur modellhaft mit dieselbetriebe-
nen Großserien-Fahrzeugen verglichen werden können.
Das Projekt demonstriert das große Potenzial von Elek-
tromobilität in der innerstädtischen Paketzustellung so-
wie die Praxistauglichkeit entsprechender Fahrzeuge.
Folglich planen auch alle drei Unternehmen die Elektri-
fizierung ihrer Fuhrpark-Flotten in Zukunft weiter voran-
zutreiben. Elektromobilität wird damit zunehmend eine
zentrale Technologie für die Organisation der innerstädti-
schen Paketzustellung.
Ausblick
Nachdem sich die im Projekt eingesetzten Fahrzeug-
typen als praxistauglich erwiesen haben, sollen in Zukunft
weitergreifende elektromobile Zustellkonzepte entwickelt
werden. Im Fokus stehen dabei Kleinstlieferfahrzeuge
(z. B. Cargo-E-Bikes) und Lieferfahrzeuge mit einem zu-
lässigen Gesamtgewicht >3,5 t. Zuverlässige Kleinstliefer-
fahrzeuge sind bereits heute verfügbar, allerdings macht
deren Einsatz die Entwicklung von völlig neuen Zustell-
konzepten erforderlich und es müssen innerstädtische
Umschlagpunkte geschaffen werden. Demgegenüber ist
die Fahrzeugverfügbarkeit im Bereich über 3,5 t zGG wei-
terhin sehr gering und entsprechende Elektrofahrzeuge
müssen neu- oder weiterentwickelt und erprobt werden.
Flotten und
gewerbliche Verkehre
Laufzeit: 11/2012 – 06/2016
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Projektpartner:
UPS Deutschland Inc. & Co OHG Deutsche Post DHL Group DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG
Fraunhofer IAO
Assoziierte Partner:
Daimler AG Landeshauptstadt Stuttgart Stadt Karlsruhe Stadt Ludwigsburg
1...,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42 44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,...108
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