SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT - page 85

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Laufzeit: 01/2013 – 11/2015
Im Auftrag des Ministeriums für
Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg mit Mitteln
der Baden-Württemberg Stiftung
Projektpartner:
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
IFEU – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH
Markthochlauf der alternativen Antriebe in Baden-Württemberg
Ansprechpartner:
Dominik Noeren
Fraunhofer-Institut für
Solare Energiesysteme ISE
Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg
T. +49 761 4588 5455
auf diesem Trendszenario erarbeitet, in einer umfangrei-
chen Studie zusammengetragen und werden im Folgen-
den kurz erläutert:
Markthochlauf Elektromobilität:
Im mittleren Sze-
nario sind 2020 ca 5 % und 2030 etwa 25 % der Neu-
zulassungen in Baden-Württemberg Fahrzeuge mit alter-
nativen Antrieben Dies entspricht 650 000 Elektro- und
Brennstoffzellenfahrzeugen im Bestand Dabei werden zu
Beginn Plug-in Hybride bevorzugt, bevor große Stückzah-
len rein batterieelektrischer Fahrzeuge und schließlich
auch Brennstoffzellenfahrzeuge in den Markt eintreten
Der Strom im Land wird zu 54 % durch erneuerbare Ener-
giequellen erzeugt
Speicherpotenziale:
Durch Preissignale kann die Strom-
nachfrage der Elektrofahrzeuge in Lasttäler verschoben
werden Im Vergleich zum ungesteuerten Laden (nach dem
letzten Weg) ist somit eine bessere Aufnahme erneuerbarer
und überschüssiger Strommengen möglich Gegenüber zen-
tralen, stationären Stromspeichern, die nicht rentabel sind,
bieten Elektrofahrzeuge somit die Option, einen größeren
Teil der Überschussmengen zu speichern und zu nutzen
Verteilnetzauslastung:
Die meisten Ladepunkte wer-
den an die untersten Spannungsebenen im Verteilnetz
angeschlossen Klar erkennbar wurde, dass die benötigte
Energiemenge relativ klein ist, jedoch durch hohe Gleich-
zeitigkeit der Ladungen geringe Spitzenlasten und verein-
zelt Spannungsbandverletzungen in ländlichen Netzen
auftreten Effekte durch Photovoltaikeinspeisung fallen
hier jedoch stärker auf Urbane, vermaschte Netze sind
sehr resistent gegen Spannungsbandverletzungen
Umwelteffekte:
Der Strommix im Jahr 2030 ermög-
licht prinzipiell eine deutlich bessere Klimabilanz für
Elektrofahrzeuge Die zusätzliche Energienachfrage führt
jedoch primär zu einer stärkeren Auslastung der Gas- und
Steinkohlekraftwerke, wodurch sich die positive Klima-
bilanz der Elektrofahrzeuge deutlich verschlechtert Mit
steigender Anzahl an Elektrofahrzeugen sollten also auch
zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Stromerzeugung
ausgebaut werden Zur städtischen Luftreinhaltung tra-
gen Elektrofahrzeuge 2030 nur bedingt bei, da auch kon-
ventionelle Fahrzeuge sauberer werden
Download des Abschlussberichts:
Energie und Umwelt – Elektromobilität
in Baden-Württemberg im Jahr 2030
Scannen Sie hierzu einfach mit Ihrem
Smartphone den QR-Code ab. Alternativ
können Sie den Abschlussbericht aber
auch direkt in der Datenbank Fraunho-
fer-Publica unter:
de/dokumente/N-362440.html (urn:nbn:-
de:0011-n-3624401) anschauen.
Projektübergreifende
Forschung
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