STRUKTURSTUDIE - page 34

Kapitel 2
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Phoenix Contact GmbH & Co. KG.
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Phoenix Contact GmbH & Co. KG.
Abbildung 18: Typ-2-Stecker (oben) und CCS-Kupplung (unten) (Fahrzeugseite).
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Abbildung 19: Typ-1-Stecker (Fahrzeugseite).
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Das Typ-2/CCS-Stecksystem beinhaltet zwei Signalkontakte für die
Ladesteuerung, einen Schutzleiteranschluss sowie für AC-Ladung
drei Leistungskontakte und einen Rückleiter (Nullleiter) bzw. für
DC-Ladung zwei Leistungskontakte (plus, minus). Das Stecksystem
kann während der Ladung elektromechanisch verriegelt werden,
um eine Unterbrechung der Verbindung unter Last zu vermeiden.
Typ 1 und CCS (Combo 1):
Im amerikanischen und japanischen
Raum gibt es im Gegensatz zu Europa nur einphasige Netzstruk-
turen. Für diese Regionen wurde deshalb ein eigenes Stecksys-
tem entwickelt, die sogenannte Typ-1-Schnittstelle. Diese ist für
die AC-Ladung ausgelegt und beinhaltet ebenfalls optional zwei
zusätzliche Kontakte für die DC-Ladung, analog dem europäischen
CCS. Bei einphasig ladenden Fahrzeugen findet man fahrzeugsei-
tig die AC-Variante der Typ-1-Schnittstelle heute auch noch in Eu-
ropa (z.B. Renault, Nissan, Mitsubishi).
Schuko:
Neben den speziell für Elektrofahrzeuge entwickelten
Stecksystemen ist es auch möglich, die Batterien einphasig mit
Wechselstrom über eine normale, länderspezifische Haushalts-
steckdose zu laden. In Deutschland entspricht dieser der Schutz-
kontaktsteckdose (kurz Schuko) mit bis zu 3,7 kW Anschluss-
leistung (230 V, 16 A). Aus Sicherheitsgründen wird bei aktuellen
Fahrzeugen die Ladeleistung jedoch meist in den Bereich um 2 kW
gedrosselt, da Steckdosen und gerade ältere Hausinstallationen
nicht für die Übertragung hoher Leistungen über mehrere Stun-
den ausgelegt sind. Fahrzeugseitig kann bei der Schuko-Ladung
unter Verwendung eines geeigneten Ladekabels mit zusätzlichen
Kommunikations- und Sicherheitsfunktionen (Überstromschutz,
FI-Schutzschalter…) die normale Typ-2- oder Typ-1-Schnittstelle
genutzt werden.
CHAdeMO:
Neben dem CCS-System gibt es für die DC-Schnell-
ladung vor allem bei Fahrzeugen japanischer Hersteller Schnitt-
stellen nach dem Standard CHAdeMO (z.B. Nissan, Mitsubishi).
Dieses vor allem in Japan weit verbreitete System definiert einen
eigenen Stecker und erfordert ein separates Inlay im Fahrzeug
für die DC-Ladung sowie ein eigenes Ladeprotokoll, unabhängig
und zusätzlich zum Anschluss für die AC-Ladung über Typ-2- oder
Typ-1-Systeme. Das CHAdeMO-Stecksystem beinhaltet mehrere
Signalkontakte, zwei Leistungskontakte (plus, minus) und eine Ste-
ckerverriegelung.
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