STRUKTURSTUDIE - page 6

VORWORT
Elektromobilität ist die Mobilität der Zukunft. Die kommenden
Jahre werden durch striktere regulative Vorgaben hinsichtlich
der Verringerung von CO
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-Emissionen von Fahrzeugen geprägt
sein. Gleichzeitig werden fossile Brennstoffe zunehmend knap-
per. Konzepte für eine nachhaltige Mobilität, in denen zunehmend
elektrifizierte Fahrzeuge eine wichtige Komponente darstellen,
bilden eine wesentliche Voraussetzung, um diese ökologischen
Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig wirtschaftliches
Wachstum zu schaffen.
Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bedeutet für die Auto-
mobilindustrie einen enormen Wandel und bietet gerade deshalb
große Chancen, aber auch Risiken für alle beteiligten Akteure.
Durch entfallende und neue Komponenten und Technologien
werden sich Wertschöpfungsanteile zwischen unterschiedli-
chen Akteuren und möglicherweise auch zwischen Wirtschafts-
regionen neu verteilen.
Baden-Württemberg hat durch seine traditionell gewachse-
nen Strukturen und seine besondere Unternehmenslandschaft
– unterstützt durch exzellente Forschungs- und Hochschulein-
richtungen – die besten Voraussetzungen, auch zukünftig eine
weltweit führende Rolle einzunehmen. Neben den großen Auto-
mobilherstellern und führenden IT-Unternehmen sind es im Land
auch die Mittelständler, die einen maßgeblichen Beitrag zur
Wertschöpfung der Automobilindustrie leisten. Ihre innovativen
Produkte, Lösungen und Dienstleistungen finden weltweiten Ab-
satz und Anerkennung.
Neben der Vernetzung der Branchen ist die aktive Einbindung
der kleinen und mittleren Unternehmen in den Technologiewan-
del eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige Wettbe-
werbsfähigkeit Baden-Württembergs. Bereits seit Jahren gibt es
daher zahlreiche Aktivitäten und Clusterinitiativen im Land, die
Franz Loogen
Geschäftsführer e-mobil BW GmbH
den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie fördern
und zur Entwicklung gemeinsamer, branchenübergreifender Lö-
sungen beitragen.
Die vorliegende Studie gibt einen Einblick in den Wandel des
Wertschöpfungssystems im Hinblick auf alternative Mobilitäts-
lösungen und zeigt – ausgehend von der heutigen Positionierung
des Landes – zukünftige Potenziale und Risiken für die baden-
württembergische Industrie auf.
Dr. Nils Schmid MdL
Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen
und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg
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