STRUKTURSTUDIE - page 64

Kapitel 3
Aufbauend auf diesen Annahmen führt dies beim Batteriesys-
tem zu einem „ausschöpfbaren“ Marktpotenzial von 1,09 Milli-
arden Euro im Jahr 2025, ausgehend von der heutigen Marktein-
schätzung. Das hieraus resultierende Beschäftigungspotenzial
beträgt +1.620 Beschäftigte gegenüber dem Jahr 2013.
BRENNSTOFFZELLENSYSTEM
Im Bereich des Brennstoffzellensystems wird auf Basis heuti-
ger Informationen eine vollständige Ausschöpfung des theore-
tischen Marktpotenzials von 6 % angenommen. Gründe liegen
hierbei insbesondere in der guten Ausgangsposition ansässiger
Unternehmen im Bereich Gesamtsystem und damit verbundener
Komponenten. Die Aufnahme einer Serienproduktion/-montage
des aufwendigen Brennstoffzellensystems bis 2025 kann nicht
ausgeschlossen werden. Hieraus resultiert ein Wachstumspo-
tenzial für Baden-Württemberg von +0,34 Milliarden Euro im
Jahr 2025, was einem Zuwachs von +675 Beschäftigten gegen-
über dem Jahr 2013 entspricht.
ZUSAMMENFASSUNG DER DISKUSSION
KONVENTIONELLE KOMPONENTEN
Für die Wertschöpfungssegmente des Verbrennungsmotors
(inklusive Tanksystem), des Abgassystems sowie des Getrie-
bes kann für das Jahr 2025 insgesamt ein Potenzial von +5.640
Beschäftigten gegenüber dem Jahr 2013 ausgewiesen werden.
Die Potenziale der einzelnen Segmente haben die Aufrecht-
erhaltung eines gleichbleibendenUmsatzanteils Baden-Württem-
bergs über die kommenden Jahre zur Annahme.
NEBENAGGREGATE UND EFFIZIENZTECHNOLOGIEN
Im Bereich der Nebenaggregate und der Effizienztechnologi-
en kann für das Jahr 2025 insgesamt ein Potenzial von +6.890
Beschäftigten gegenüber dem Jahr 2013 ausgewiesen werden.
Das hierbei ausgewiesene Potenzial hat ebenfalls die Aufrecht-
erhaltung eines gleichbleibenden Umsatzanteils Baden-Würt-
tembergs über die kommenden Jahre zur Annahme.
NEUE ANTRIEBE/KOMPONENTEN
Bei den neuen Antrieben und damit verbundenen Komponen-
ten wurde im Rahmen der Studie zwischen einem theoreti-
schen Potenzial bei gleichbleibendem Marktanteil von 6 % und
einem „ausschöpfbaren“ Potenzial unterschieden. Bei Auf-
rechterhaltung des Marktanteils würde sich somit ein starker
Beschäftigungszuwachs von insgesamt +11.485 Beschäftigten
gegenüber dem Jahr 2013 ergeben. Nach vorangegangener
Diskussion wird allerdings lediglich ein Beschäftigungszu-
wachs von +5.645 Beschäftigten als realistisch erachtet. Nach-
folgende Abbildung 42 fasst die wesentlichen Erkenntnisse der
Untersuchung zusammen.
In Summe resultiert aus den im Rahmen der Studie betrach-
teten Wertschöpfungssegmenten für das Jahr 2025 ein „re-
alistischer“ Beschäftigungszuwachs von insgesamt +18.175
Beschäftigten gegenüber dem Jahr 2013 (gegenüber einem
„theoretischen“ Beschäftigungszuwachs von +24.015 Beschäf-
tigten, der ein „derzeit nicht ausschöpfbares Beschäftigungs-
potenzial“ von 5.840 Beschäftigten enthält).
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Hierbei wird angemerkt, dass unter die Kategorie der „derzeit nicht ausschöpfbaren Beschäftigungspotenziale“ neben der Zellfertigung verstärkt Wertschöpfungsaktivitäten
mit Bezug zu den Rohstoffen (Rohstoffgewinnung) und deren Aufarbeitung fallen. Diese Wertschöpfungsaktivitäten können aufgrund der Ressourcensituation in Deutschland
und insbesondere in Baden-Württemberg nicht bzw. nur sehr eingeschränkt ausgeführt werden.
ELEKTROMOBILITÄT IN ZAHLEN
Hersteller-Ranking in Deutschland zugelassener E-Autos:
Daimler Volkswagen BMW Renault
Nissan
(Sebastian Schaal, wiwo.de, 2014)
3.612
1.935
1.801
1.712
2.050
62
1...,54,55,56,57,58,59,60,61,62,63 65,66,67,68,69,70,71,72,73,74,...116
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