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Studie zu strombasierten Kraftstoffen vorgestellt

Unterzeichnung eines LOI für das Projekt „reFules – Kraftstoffe neu denken“. - Foto: (c) e-mobil BW / KD Busch
Im Rahmen des SDA wurde bereits im Juli 2018 ein LOI für das Projekt „reFules – Kraftstoffe neu denken“ unterzeichnet. - Foto: (c) e-mobil BW / KD Busch
Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW (SDA) fand am 22. November 2018 im AUDI-Forum in Neckarsulm unter der Leitung des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann ein Treffen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden statt. Ein Schwerpunkt der Sitzung des Themenfelds 5 „Verkehrslösungen“ des SDA war die Vorstellung einer Studie, die den Beitrag strombasierter Kraftstoffe zum Erreichen verkehrlicher Klimaschutzziele in Baden-Württemberg erklärt. Sie wurde durch das Forschungsinstitut ifeu und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrags des Verkehrsministerium Baden-Württemberg erstellt.
 
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass durch einen zusätzlichen Beimischungsanteil von Power to Liquid (PtL) im Kraftstoff ein relevanter Beitrag zur Minderung der THG-Emissionen des Verkehrs bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann, sofern die Entwicklung der PtL-Technologie ambitioniert betrieben und zeitnah umgesetzt wird. Für einen entsprechenden Hochlauf sei politische Unterstützung erforderlich, um den Unternehmen Investitionssicherheit zu geben, während gleichzeitig ein klarer Pfad für den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Kraftstoffe verfolgt werden sollte.

Synthetische Kraftstoffe: Feste Größe im zukünftigen Verkehrswesen

Noch ist die Herstellung synthetischer Kraftstoffe aufwendig und kostspielig. Aber in der Zukunft können sie eine feste Größe im Verkehrswesen werden und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz im Verkehrssektor leisten. Verkehrsminister Winfried Hermann: „Wir brauchen für die Verkehrswende einen intelligenten Mix aus unterschiedlichen alternativen Antrieben, neuen attraktiven Angeboten, preislichen Steuerungsinstrumenten und ein generelles Umdenken. Ohne synthetische Kraftstoffe auf der Basis erneuerbaren Stroms wird es jedoch nicht gehen, wenn auch der Flug-, Schiffs- und Fernverkehr CO2-neutral werden sollen. Wir müssen außerdem die Mineralölindustrie in die Pflicht nehmen. Für den Kraftstoffverbrauch sollte eine Erneuerbaren-Quote gelten, die technologieneutral ist. Ob die bisherigen Ölkonzerne dann auf Strom für Elektroautos, Re-Fuels oder einen Mix setzen, sollte der Markt entscheiden.“
 
In der Sitzung wurde über weitere wirksame Maßnahmen und Konzepte beraten, die dazu beitragen können, den Transformationsprozess in der baden-württembergischen Automobilindustrie erfolgreich zu gestalten. Franz Loogen, Geschäftsführer e-mobil BW betonte dazu: "Die gesetzten Klimaschutzziele im Verkehr können nur erreicht werden, wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam nachhaltige Mobilitätslösungen vorantreiben. Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg bietet dazu den geeigneten Rahmen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und konkret umzusetzen. Ziel des Strategiedialogs ist es auch, den Markthochlauf der Elektromobilität weiter voranzutreiben und auf breiter Flur verschiedene Technologien für die Dekarbonisierung der Mobilität zu fördern und für den Massenmarkt zu skalieren."
 
Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg
 
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