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Elektromobilität

Verkehrsminister Hermann wirbt bei Nordic EV Summit für internationale Zusammenarbeit

Im Rahmen der Teilnahme am Nordic EV Summit (21.-22. März 2019) in Oslo forderte Verkehrsminister Winfried Herman eine verstärkte internationale Zusammenarbeit, um Klimaziele zu erreichen und nachhaltige Mobilität auf globaler Ebene zu fördern.

Minister Hermann im Gespräch mit dem norwegischen Klima- und Umweltminister Ola Elvestuen und Moderatorin Monica Araya - Foto: (c) e-mobil BW / Stefan Büchele Foto: (c) e-mobil BW / Stefan Büchele

Unter dem Konferenztitel „Planet Electric: from national policies to global realisation“ tauschte sich Hermann unter anderem mit dem norwegischen Klima- und Umweltminister Ola Elvestuen, der Vize-Bürgermeisterin für Umwelt und Verkehr der Stadt Oslo Lan Marie Nguyen Berg und dem Geschäftsführer der norwegischen Flughafengesellschaft AVINOR Dag-Falck Petersen aus. 

„Um das Klima zu schützen, sind wir auf neue, klimafreundliche Technologien angewiesen. In Deutschland zählt die E-Mobilität auf der Basis von erneuerbaren Energien zu den wichtigsten Komponenten der Verkehrswende“, so Hermann. Dass die Revolutionierung des Verkehrssektors mehr bedeutet, als der Umstieg auf elektrische Fahrzeuge, wurde bei dem Gipfeltreffen hervorgehoben: „Wir müssen auch unsere Fahrzeuge effizienter nutzen, durch Car-Sharing oder Ride-Sharing und andere Transportmittel, wie Fahrräder, ÖPNV oder die Fortbewegung zu Fuß nutzen, wann immer das möglich ist. Durch nachhaltige Fortbewegungsmittel und alternative Antriebstechnologien können wir den Verkehrssektor transformieren“, sagte Hermann.

Rund 30 Prozent der Treibhausgase in Baden-Württemberg stammen aus dem Verkehrssektor – überwiegend aus dem Straßenverkehr. Der Verkehr ist bundesweit der einzige Bereich, in dem die Emissionen seit 1990 nicht gesunken sind. Das gesamte Mobilitätssystem muss deshalb dauerhaft angepasst und auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen muss die Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis Mitte dieses Jahrhunderts vorangetrieben werden. „Baden-Württemberg allein kann den Klimawandel nicht aufhalten. Wir brauchen intensive Kooperationen auf globaler Ebene und internationale Allianzen. Es gibt bereits Konferenzen zum Klimawandel, jedoch sind hier Mobilitätsaspekte häufig unterrepräsentiert“, sagte Hermann. 

Die Kernbotschaft von Verkehrsminister Hermann in Oslo lautet jedoch: „Die Klimaziele sind noch erreichbar. Sie erfordern jedoch weit mehr Investitionen in die Schieneninfrastruktur als von der Europäischen Union und vom Bund vorgesehen und einen deutlichen Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in den Städten und Regionen. Auch hier brauchen wir die Unterstützung der EU und vom Bund.“

Eine vielversprechende internationale Kooperation ist beispielsweise die internationale Zero-Emission Vehicle (ZEV) Alliance mit der ambitionierten Vision, dass spätestens 2050 nur noch Nullemissions-Pkw verkauft werden. Die ZEV Alliance besteht aus Regierungen, die ihr Engagement in einem beschleunigten Übergang zu Nullemissionsfahrzeugen und durch gemeinsame Aktionen unter Beweis stellen möchten.  „Es wäre zielführend, wenn ein politisches Dokument zu nachhaltiger Mobilität entsteht, das unsere Ziele auf internationaler Eben weiter vorantreiben kann, beispielsweise eine Kooperation mit der UN“, so Hermann. Die Vereinten Nationen könnten durch die Etablierung einer UN-Unterorganisation „Nachhaltige Mobilität“ am ehesten erreichen, dass die globale Verbindlichkeit, den Klimawandel voranzutreiben, zunimmt.

Gemeinsam mit Innovation Norway und dem norwegischen Cluster „Sustainable Autonomous Mobility Systems (SAMS)“ gestaltete die e-mobil BW im Rahmen des Nordic EV Summit ein Besuchsprogramm mit verschiedenen Fachgesprächen und einem Ausstellungsrundgang. Verkehrsminister Hermann konnte sich hierbei unter anderem mit politischen Vertretern wie dem norwegischen Klima- und Umweltminister Ola Elvestuen, der Vize-Bürgermeisterin für Umwelt und Verkehr der Stadt Oslo Lan Marie Nguyen Berg oder auch der Verkehrsbürgermeisterin der Stadt Amsterdam Sharon Dijksma austauschen. Darüber hinaus informierte sich der Verkehrsminister unter anderem bei Vertretern der Unternehmen MaaS Global, Evelozcity AVINOR und Circle K über aktuelle Entwicklungen im Mobilitätssektor.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, e-mobil BW