Im e-mobil BW Datencenter informieren aktuelle Grafiken und Daten rund um die Themen Bestand und Neuzulassungen (PKW, LKW und Busse), Stromladeinfrastruktur und Wasserstofftankstellen, Antriebsarten und über die Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg und Deutschland.

Der e-mobil BW Datenmonitor erscheint quartalsweise und dokumentiert den Stand der Mobilitätswende und der Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg. Er liefert aktuelle Zahlen und Statistiken zu Fahrzeugzulassungen und Elektroauto-Bestand nach Antriebsarten (Pkw, Busse, Lkw), zur Entwicklung der Ladeinfrastruktur und Wasserstofftankstellen in Baden-Württemberg und Deutschland sowie zu Beschäftigung, Umsatz und Forschungsausgaben der Automobilwirtschaft im Land. Alle Ausgaben des Datenmonitors stehen unter Publikationen als PDF zum Download bereit.
Im aktuellen Datenmonitor können jeweils detaillierte Informationen zur Bestands- und Neuzulassungsentwicklung von Pkw, Bussen und Lkw in Baden-Württemberg und Deutschland nach Kraftstoffarten abgerufen werden. Diese Daten geben einen umfassenden Überblick über die Veränderungen im Fahrzeugbestand nach Antriebsarten. Darüber hinaus enthält der Datenmonitor Informationen zur Entwicklung der Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Nutzfahrzeuge in Baden-Württemberg. Dies umfasst sowohl die Anzahl als auch die Verteilung der Tankstellen und Ladepunkte.
Jedes siebte Fahrzeug in Baden-Württemberg hat einen elektrifizierten Antrieb
Zum 1. Januar 2026 waren in Baden-Württemberg 6,99 Millionen Pkw zugelassen, ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinter diesem stabilen Gesamtwert verbirgt sich eine klare Verschiebung in der Antriebsstruktur: Benziner gingen um 1,9 Prozent auf 4,10 Millionen Fahrzeuge zurück, Diesel um 3,0 Prozent auf 1,89 Millionen. Konventionelle Antriebe machen damit noch 85,6 Prozent des Bestands aus, verlieren aber nicht nur anteilig, sondern erstmals auch in absoluten Zahlen kontinuierlich an Gewicht.
BEV-Bestand wächst, Elektrifizierung erreicht 13,8 Prozent
Der Bestand an Elektroautos (BEV) in Baden-Württemberg stieg um 20 Prozent auf 322.060 Fahrzeuge und liegt damit mit einem Anteil von 4,6 Prozent über dem Bundeswert von 4,1 Prozent. Hybridfahrzeuge ohne Plug-in wuchsen mit +23 Prozent auf 460.641 Fahrzeuge sogar noch etwas stärker. Plug-in-Hybride (PHEV) legten um 11 Prozent auf 180.792 Fahrzeuge zu, wachsen aber seit dem Förderende 2023 deutlich langsamer als die übrigen elektrifizierten Segmente. Insgesamt verfügt damit jedes siebte Fahrzeug im Land über einen vollständig oder teilweise elektrifizierten Antrieb (xEV-Anteil: 13,8 Prozent, Vorjahr: 11,5 Prozent).
Einordnung: Warum der BEV-Anteil langsam steigt
Bei rund 400.000 Neuzulassungen pro Jahr und einem Gesamtbestand von knapp 7 Millionen Fahrzeugen beträgt die rechnerische Umschlagsdauer der Landesflotte etwa 17 Jahre. Der aktuelle BEV-Bestandsanteil von 4,6 Prozent spiegelt damit vor allem die Zulassungen der vergangenen Jahre wider. Dass der BEV-Bestand in Baden-Württemberg seit 2020 auf das 13-Fache gewachsen ist, zeigt dennoch das Tempo der laufenden Transformation.
| Kraftstoffart | Pkw | Anteil am Bestand | +/- Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Benzin | 4.098.833 | 58,6% | -1,9% |
| Diesel | 1.887.589 | 27,0% | -3,0% |
| Gas (insgesamt) | 37.758 | 0,5% | -6,1% |
| Elektro (BEV) | 322.060 | 4,6% | +20,1% |
| Hybrid (ohne Plug-in) | 460.641 | 6,6% | +22,8% |
| Plug-in Hybrid (PHEV) | 180.792 | 2,6% | +11,4% |
| Sonstige | 1.174 | 0,0% | +2,8% |
| Gesamt | 6.988.847 | +0,3% |
| Kraftstoffart | Pkw | Anteil am Bestand | +/- Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Benzin | 29.343.732 | 59,3% | -1,9% |
| Diesel | 13.385.662 | 27,0% | -3,2% |
| Gas (insgesamt) | 350.851 | 0,7% | -5,9% |
| Elektro (BEV) | 2.034.260 | 4,1% | +23,2% |
| Hybrid (ohne Plug-in) | 3.239.605 | 6,5% | +25,1% |
| Plug-in Hybrid (PHEV) | 1.122.958 | 2,3% | +16,1% |
| Sonstige | 9.419 | 0,0% | -3,3% |
| Gesamt | 49.486.487 | +0,3% |
Quelle: KBA, Bestand an Kraftfahrzeugen nach Bundesländern und Kraftstoffarten (FZ 27), Stand 1. Januar 2026
BEV erstmals stärkste Antriebsart bei den Pkw-Neuzulassungen in Baden-Württemberg
Von Januar bis März 2026 wurden in Baden-Württemberg 95.555 Pkw neu zugelassen, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bundesweit fiel das Plus mit 5,2 Prozent auf 699.404 Fahrzeuge stärker aus. Benzin- und Dieselfahrzeuge kamen zusammen auf einen Anteil von 32,8 Prozent (Q1/2025: 38,3 Prozent) und verzeichneten zweistellige Rückgänge: Benziner sanken um 16 Prozent auf 18.047 Fahrzeuge (18,9 Prozent), Diesel um 9 Prozent auf 13.315 Fahrzeuge (13,9 Prozent).
Elektroauto-Neuzulassungen mit 36 Prozent Zuwachs
Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) waren im ersten Quartal 2026 erstmals die zulassungsstärkste Antriebsart in Baden-Württemberg. Mit 25.066 Neuzulassungen erreichten sie einen Marktanteil von 26,2 Prozent und lagen damit deutlich über dem Bundeswert von 22,8 Prozent. Der Zuwachs von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal geht auf mehrere Faktoren zurück: Die Preisdifferenz zwischen Elektroautos und Verbrennern hat sich unter den nachfragestärksten Modellen verringert, steuerliche Anreize stützen die gewerbliche und private Nachfrage, und die für 2026 angekündigte Bundesprämie für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen dürfte bereits im Vorfeld Kaufentscheidungen beeinflusst haben. Plug-in-Hybride (PHEV) legten um 9 Prozent auf 12.852 Fahrzeuge zu (13,4 Prozent Anteil), wuchsen damit aber deutlich langsamer als im Gesamtjahr 2025, was auf das Auslaufen regulatorischer Vorzieheffekte hindeutet.
67 Prozent aller Neuzulassungen mit elektrifiziertem Antrieb
Insgesamt entfielen 67 Prozent der Pkw-Neuzulassungen in Baden-Württemberg auf elektrifizierte Antriebe (BEV, PHEV, Hybrid ohne Plug-in). Hybride ohne Plug-in blieben mit 26.101 Fahrzeugen auf hohem Niveau (27,3 Prozent), gingen in Baden-Württemberg aber leicht zurück, während sie bundesweit um 7 Prozent zulegten. Der Bundeswert für den Elektrifizierungsanteil lag bei 63,2 Prozent. Detaillierte Quartalsdaten zu Fahrzeugzulassungen nach Antriebsarten in Baden-Württemberg und Deutschland finden sich im aktuellen e-mobil BW Datenmonitor April 2026.
| Kraftstoffart | Anteil | Neuzulassungen | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Benzin | 18,9% | 18.047 | -16,2% |
| Diesel | 13,9% | 13.315 | -9,1% |
| Gas (insgesamt) | 0,2% | 172 | -36,1% |
| Elektro (BEV) | 26,2% | 25.066 | +35,8% |
| Hybrid (ohne Plug-in) | 27,3% | 26.101 | -5,8% |
| Plug-in Hybrid (PHEV) | 13,4% | 12.852 | +9,0% |
| Sonstige | 0,0% | 2 | -33,3% |
| Neuzulassungen insgesamt | 95.555 | +1,2% |
Quelle: KBA, Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen, Monatsergebnisse März 2026 (FZ 8)
| Kraftstoffart | Anteil | Neuzulassungen | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Benzin | 22,7% | 159.058 | -16,1% |
| Diesel | 13,8% | 96.311 | -6,5% |
| Gas (insgesamt) | 0,2% | 1.692 | -41,2% |
| Elektro (BEV) | 22,8% | 159.630 | +41,3% |
| Hybrid (ohne Plug-in) | 29,5% | 206.566 | +7,4% |
| Plug-in Hybrid (PHEV) | 10,9% | 76.114 | +19,3% |
| Sonstige | 0,0% | 33 | +106,3% |
| Neuzulassungen insgesamt | 699.404 | +5,2% |
Quelle: KBA, Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen, Monatsergebnisse März 2026 (FZ 8)
Baden-Württemberg hat die höchste Ladepunktdichte unter den Flächenländern
Zum 1. April 2026 waren in Baden-Württemberg 34.412 öffentlich zugängliche Ladepunkte erfasst, davon 28.359 Normalladepunkte und 6.053 Schnellladepunkte. Gegenüber April 2025 entspricht das einem Zuwachs von 16 Prozent. Bundesweit stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte im selben Zeitraum auf 200.255 und überschritt damit erstmals die Marke von 200.000. Mit 303 Ladepunkten je 100.000 Einwohner weist Baden-Württemberg die höchste Versorgungsdichte unter den Flächenländern auf (Deutschland: 237). Auf einen öffentlichen Ladepunkt kommen im Land 9,4 Elektroautos (Deutschland: 10,2).
Breites Netz, aber weniger Schnellladepunkte als im Bundesschnitt
Bei der Leistungsfähigkeit zeigt sich ein differenziertes Bild. Die durchschnittliche Ladeleistung je Ladepunkt liegt in Baden-Württemberg bei 33 kW und damit unter dem Bundesschnitt von 45 kW. Der Anteil der Schnellladepunkte (DC-Charger) beträgt 17,6 Prozent gegenüber 25,6 Prozent bundesweit. Das Netz in Baden-Württemberg ist flächenmäßig gut aufgestellt, aber stärker auf Normalladung ausgerichtet als in den meisten anderen Flächenländern. Die insgesamt installierte Ladeleistung beläuft sich auf 1,14 Millionen kW.
Deckungsgrad nach AFIR-Verordnung
Die AFIR-Bedarfsdeckung, also das Verhältnis aus installierter Ladeleistung und dem regulatorisch abgeleiteten Bedarf (1,3 kW je BEV, 0,8 kW je PHEV gemäß EU-Verordnung 2023/1804), liegt in Baden-Württemberg bei 202 Prozent (Deutschland: 237 Prozent). Das Land übererfüllt den rechnerischen Mindestbedarf deutlich. Über das Landesprogramm Charge@BW wurden bis Ende 2025 insgesamt 19.965 Ladepunkte gefördert; mehr als 85 Prozent der Gemeinden in Baden-Württemberg verfügen mittlerweile über mindestens einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt.
| Bundesland | NLP | SLP | gesamt | kW gesamt | kW je LP | LP je 100.000 EW | Anteil SLP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 28.359 | 6.053 | 34.412 | 1.150.523 | 33 | 303 | 18% |
| Bayern | 28.490 | 9.779 | 38.269 | 1.673.936 | 44 | 285 | 26% |
| Berlin | 5.774 | 1.174 | 6.948 | 198.989 | 29 | 184 | 17% |
| Brandenburg | 3.189 | 1.617 | 4.806 | 252.918 | 53 | 186 | 34% |
| Bremen | 1.189 | 332 | 1.521 | 50.932 | 33 | 220 | 22% |
| Hamburg | 4.195 | 868 | 5.063 | 185.693 | 37 | 265 | 17% |
| Hessen | 11.572 | 4.118 | 15.690 | 712.211 | 45 | 244 | 26% |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1.825 | 1.118 | 2.943 | 173.994 | 59 | 181 | 38% |
| Niedersachsen | 13.535 | 6.115 | 19.650 | 946.311 | 48 | 241 | 31% |
| Nordrhein-Westfalen | 29.932 | 9.588 | 39.520 | 1.597.369 | 40 | 217 | 24% |
| Rheinland-Pfalz | 4.781 | 2.849 | 7.630 | 423.135 | 55 | 183 | 37% |
| Saarland | 1.021 | 459 | 1.480 | 66.903 | 45 | 149 | 31% |
| Sachsen | 4.813 | 2.121 | 6.934 | 299.373 | 43 | 170 | 31% |
| Sachsen-Anhalt | 2.203 | 1.397 | 3.600 | 205.800 | 57 | 165 | 39% |
| Schleswig-Holstein | 5.645 | 2.076 | 7.721 | 331.696 | 43 | 260 | 27% |
| Thüringen | 2.479 | 1.589 | 4.068 | 231.987 | 57 | 192 | 39% |
| Deutschland | 149.002 | 51.253 | 200.255 | 8.501.770 | 45 | 237 | 26% |
Quelle: Bundesnetzagentur, Ladeinfrastruktur in Zahlen, Stichtag 01.04.2026
Wasserstofftankstellen in Baden-Württemberg: Fokus auf Nutzfahrzeuge
In Baden-Württemberg sind derzeit 7 öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen in Betrieb, zwei weitere befinden sich in der fortgeschrittenen Realisierungsphase. 8 der 9 Standorte verfügen über eine 350-bar-Betankung für Nutzfahrzeuge. Die Standorte verteilen sich auf den Raum Mannheim/Heidelberg, den Großraum Stuttgart, Giengen an der Brenz sowie Freiburg, Ravensburg und Ulm. Entlang der Hauptverkehrsachsen A5, A6 und A8 ist eine H2-Betankung möglich. Ergänzend liegen 18 Tankstellen außerhalb Baden-Württembergs in weniger als 50 km Entfernung zur Landesgrenze, vor allem in der Schweiz, Hessen und Bayern. Bundesweit sind es rund 50 Standorte.
Das gesamte TEN-V-Kernnetz in Baden-Württemberg liegt innerhalb von 50 km Luftlinie zu einer Nfz-Wasserstofftankstelle, womit für den Fernverkehr entlang der Hauptachsen eine Grundversorgung gegeben ist. Die Rolle von Wasserstoff verschiebt sich dabei zunehmend vom Pkw- in den Nutzfahrzeugbereich: Im Pkw-Segment spielen Brennstoffzellenfahrzeuge mit einem Bestandsanteil von unter 0,01 Prozent keine messbare Rolle, während Wasserstoff für schwere Fernverkehrs-Lkw eine mögliche Ergänzung zu batterieelektrischen Antrieben darstellt. Die EU-AFIR-Verordnung sieht bis 2030 den weiteren Ausbau von H2-Tankstellen entlang des TEN-V-Kernnetzes vor.
Quelle: OpenStreetMap (fuel:h35, fuel:h70) / h2.live, Stand April 2026
Die folgenden Grafiken zeigen einen Vergleich der Antriebsarten, der Wirkungsgrade und der Umweltbilanzen batterieelektrischer und wasserstoff-brennstoffzellenelektrischer Fahrzeuge sowie von Fahrzeugen, die mit regenerativen Kraftstoffen betrieben werden.
Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unter Druck: Beschäftigung auf Niveau von 2012
Die Automobilwirtschaft ist der wichtigste Industriezweig Baden-Württembergs. Im umfassenden Wertschöpfungscluster aus OEM, Zulieferern, Entwicklungsdienstleistern und Kfz-Gewerbe hängen rund 480.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Automobil ab, damit etwa jeder zehnte Arbeitsplatz im Land. Die folgende Tabelle zeigt die Beschäftigungsstruktur des Clusters auf Basis der Strukturstudie BW 2023.
| Segment | Beschäftigte |
|---|---|
| OEM | 102.500 |
| Entwicklungsdienstleister | 16.100 |
| Werksdienstleistungen und Arbeitnehmerüberlassung | 21.000 |
| Komponenten- und Teilezulieferer | 175.800 |
| Clusterkern | 315.500 |
| Komponenten und Teile des sonstigen verarbeitenden Gewerbes | 22.100 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 29.300 |
| Sonstige Dienstleistungen | 14.700 |
| Erweitertes Wertschöpfungscluster | 381.600 |
| Kfz-Gewerbe | 91.300 |
| Kraftstoffversorgung (Raffinerien, Tankstellen) | 6.000 |
| Umfassendes Automobilcluster | 480.100 |
Quelle: e-mobil BW, Strukturstudie BW 2023. Die Erhebung erfolgte 2022; eine aktualisierte Strukturstudie ist in Vorbereitung. Die Zahlen bilden die Beschäftigungsstruktur zum damaligen Zeitpunkt ab und sind nicht direkt mit der monatlichen WZ-29-Statistik des Statistischen Landesamts vergleichbar.
Beschäftigung im industriellen Kern der Branche (WZ 29)
Im industriellen Kern der Branche, der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (WZ 2008, Abteilung 29), waren im Dezember 2025 noch 202.173 Personen in 192 Betrieben beschäftigt. Das sind 9.184 Stellen weniger als im Vorjahr (−4,3 Prozent) und der stärkste Beschäftigungsabbau seit dem pandemiebedingten Einbruch 2020.
Der absolute Höchststand lag im Juli 2019 bei 236.535 Beschäftigten, was zugleich dem saisonalen Höhepunkt des Jahres entspricht: In den Sommermonaten Juli und August liegt die erfasste Beschäftigung erfahrungsgemäß bis zu 5.000 Personen über dem restlichen Jahresverlauf, da Ferienjobber und befristet Beschäftigte in der Statistik enthalten sind. Bereinigt man diesen Saisoneffekt, bewegt sich der strukturelle Rückgang seit 2019 auf rund 28.000 bis 34.000 Stellen, je nachdem ob man Sommer- oder Jahresendwerte als Ausgangspunkt nimmt. Die aktuellen Werte bewegen sich auf dem Niveau von 2012.
Der Gesamtumsatz lag 2025 bei 126,0 Milliarden Euro, 11 Prozent unter dem Höchstwert von 2023. Die Exportquote sank von 77,0 Prozent (2023) auf 74,0 Prozent. Der Rückgang betrifft vor allem Drittmärkte, auf denen der Wettbewerbsdruck durch neue Anbieter aus China besonders stark zunimmt. Die Zeitreihe ab 2018 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Jahr | Betriebe | Beschäftigte | Exportquote |
|---|---|---|---|
| 2012 | 218 | 204.034 | 68 % |
| 2013 | 230 | 209.497 | 69 % |
| 2014 | 225 | 213.797 | 75 % |
| 2015 | 228 | 216.631 | 76 % |
| 2016 | 229 | 223.033 | 72 % |
| 2017 | 216 | 225.423 | 74 % |
| 2018 | 217 | 229.759 | 67 % |
| 2019 | 218 | 230.411 | 70 % |
| 2020 | 217 | 217.122 | 70 % |
| 2021 | 212 | 213.642 | 73 % |
| 2022 | 202 | 213.891 | 75 % |
| 2023 | 194 | 215.907 | 75 % |
| 2024 | 199 | 211.357 | 77 % |
| 2025 | 192 | 202.173 | 68 % |
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Monatsbericht Verarbeitendes Gewerbe, WZ 2008 Abteilung 29 (Betriebe ab 50 Beschäftigte). Dezemberwerte; Jahreshöchstwerte liegen durch Saisoneffekte höher.
Die Forschungsintensität in Baden-Württemberg lag 2023 bei 5,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt von 3,2 Prozent. Die gesamten FuE-Ausgaben im Land stiegen zwischen 2021 und 2023 um 19 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro, was einem Anteil von 27 Prozent an den gesamtdeutschen FuE-Aufwendungen entspricht. Der weitaus größte Teil davon entfällt auf den Kraftfahrzeugbau: Unternehmen der Branche investierten 2023 13,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, 14 Prozent mehr als 2021. Das entspricht 46 Prozent der gesamtdeutschen FuE-Aufwendungen im Automotive-Bereich. Kein anderes Bundesland trägt in einer einzelnen Branche einen vergleichbaren Anteil zur nationalen Forschungsleistung. Der Bundesländervergleich der FuE-Intensität nach Sektoren ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Bundesland | Wirtschaftssektor | Staatssektor | Hochschulsektor | Insgesamt |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 4,8 | 0,4 | 0,5 | 5,7 |
| Rheinland-Pfalz | 2,9 | 0,2 | 0,5 | 3,6 |
| Bayern | 2,6 | 0,3 | 0,5 | 3,4 |
| Berlin | 1,1 | 1,1 | 0,9 | 3,1 |
| Hessen | 2,2 | 0,3 | 0,5 | 3,0 |
| Bremen | 0,8 | 1,3 | 0,7 | 2,8 |
| Niedersachsen | 1,9 | 0,4 | 0,5 | 2,7 |
| Hamburg | 1,7 | 0,4 | 0,6 | 2,6 |
| Thüringen | 1,1 | 0,6 | 0,9 | 2,6 |
| Nordrhein-Westfalen | 1,3 | 0,4 | 0,6 | 2,3 |
| Sachsen | 0,7 | 0,8 | 0,8 | 2,3 |
| Saarland | 0,5 | 0,5 | 0,6 | 1,6 |
| Brandenburg | 0,3 | 0,7 | 0,4 | 1,5 |
| Schleswig-Holstein | 0,6 | 0,4 | 0,5 | 1,5 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 0,2 | 0,6 | 0,6 | 1,4 |
| Sachsen-Anhalt | 0,3 | 0,5 | 0,6 | 1,4 |
| Deutschland | 2,2 | 0,4 | 0,6 | 3,2 |
Quelle: Stifterverband Wissenschaftsstatistik, Statistisches Bundesamt, Arbeitskreis »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder«
