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Cluster Brennstoffzelle BW

Der Cluster Brennstoffzelle BW forciert zusammen mit Wissenschaft und Wirtschaft den weiteren Ausbau der Wasserstoff- und Brennstofftechnologie im Land. Ziel ist die Marktreife der Wasserstoffmobilität mit marktfähigen und kundenfreundlichen Serienprodukten. Dafür verbindet der Cluster alle wichtigen Akteure im Land – Forschungsinstitute, Ministerien, Entwickler, Hersteller, Anwender und Dienstleister – um die weitere Entwicklung und Markteinführung der Technologie voranzubringen.

Wasserstoff und Brennstoffzellen sind Schlüsseltechnologien für die Elektrifizierung der Verkehrsantriebe und eine wichtige Ergänzung zu den Batteriefahrzeugen – insbesondere für lange Strecken, für Nutzfahrzeuge, für Busse, Züge, aber auch für den Schiffs- und Flugverkehr. Auch im Pkw-Segment kann die Brennstoffzellentechnologie gerade für Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und Oberklasse eine wichtige Rolle spielen.

Mit professionellem Netzwerkmanagement bündelt der Cluster Brennstoffzelle BW alle Aktivitäten und Kompetenzen für die Entwicklung und den Markthochlauf der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Baden-Württemberg. 2013 gegründet ist der Cluster heute ein wichtiger Impulsgeber im Land und koordiniert den Wissenstransfer. Zusammen mit allen relevanten Playern setzt der Cluster auf die Industrialisierung der mobilen und stationären Brennstoffzellenanwendungen und damit auf die Serienfertigung dieser Technologie.

Der Cluster Brennstoffzelle BW fokussiert seine Aktivitäten auf vier Themenfelder: Wasserstofferzeugung und Infrastruktur, Transport, Energie sowie Produktion. Ergänzend umfasst das Clusterangebot eine Reihe von Querschnittsthemen, die die einzelnen Themenfelder verbinden: Bildung, Internationalisierung, Controlling und Organisation, Wissenstransfer und -management sowie Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Leistungsangebot des Clusters Brennstoffzelle BW umfasst die Organisation von Cluster-Treffen, Workshops und Informationsveranstaltungen. Mit dem Ziel der Industrialisierung koordiniert der Cluster Arbeitsgruppen und Verbundprojekte, beteiligt sich hierbei aktiv als Partner und unterstützt die Mitglieder bei der Bewerbung um Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Die Phase der Markteinführung unterstützt der Cluster durch gezielte Bildungsaktivitäten, Informationsveranstaltungen sowie eine professionelle PR-Arbeit.

Mitgliedschaft

Eine Mitgliedschaft im Cluster Brennstoffzelle BW steht grundsätzlich allen Anwendern und Akteuren mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Wasserstoff- und Brennstofftechnologie in Baden-Württemberg offen und ist kostenlos. Als Mitglied profitieren Sie von den vielfältigen Vorteilen und Möglichkeiten, die Ihnen der Cluster bietet:

  • Regelmäßige Clustertreffen, Workshops und Informationsveranstaltungen für eine zielgerichtete Vernetzung mit Kompetenz- und Entscheidungsträgern sowie für den Informations- und Erfahrungsaustausch zu aktuellen Entwicklungen und Trends

  • Suche nach Forschungs- und Entwicklungs-Kooperationspartnern - national und international

  • Initiierung von Verbundforschungsprojekten und Verbunddemostrationsprojekten

  • Zugang zu Förderprogrammen und Unterstützung bei der Beantragung

  • Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Netzwerken und Clustern

  • Fokussierte Öffentlichkeits- und Pressearbeit zur Vermarktung Ihrer Leistungen 

  • Organisation von Messen und Delegationsreisen

  • Individuelles Technologiescouting

Werden auch Sie Teil des Clusters Brennstoffzelle BW.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Ein Truck des H2-Share-Projekts, Foto: © WaterstofNet vzw

Europäische Wasserstofflösungen im Schwerlastverkehr

Mit dem Forschungsprojekt H2Share schließt e-mobil BW gemeinsam mit sechs europäischen Partnern eine wichtige technologische Lücke für die Elektrifizierung im Schwerlastverkehr. Das Projekt soll emissionsfreie Brennstoffzellentechnologien im Schwerverkehr und entsprechende Logistikanwendungen vorantreiben. Ziel des Europäischen Partnernetzwerks – bestehend aus den Ländern Belgien, Deutschland und den Niederlanden – ist es, in Nordwesteuropa Wasserstoff-Anwendungen für schwere Nutzfahrzeuge in der Praxis zu erforschen, weiter zu entwickeln und die Industrialisierung der Technologie zu fördern.

Tests der Brennstoffzellentechnologie

Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem ein 27-Tonnen-LKW mit Brennstoffzellentechnologie ausgestattet und wird nun unter Realbedingungen an sechs verschiedenen Einsatzorten in Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden getestet. Damit können valide Aussagen über die Alltagstauglichkeit der eingesetzten Systeme gewonnen werden.

Finanzierung

Das von der Initiative WaterstofNet vzw geleitete Projekt H2Share wird mit 1,69 Millionen Euro aus dem sogenannten „Interreg V-Programm“ finanziert. Insgesamt steht für das Vorhaben eine Summe von 3,25 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt startete im Jahr 2017. Bis zum Jahr 2020 soll eine technische Bedienungsanleitung für Wasserstofftrucks bereitstehen, ein 27-Tonner mit Technology Readyness Level (TRL) 7 eingesetzt und eine mobile Niedrigenergie-Wasserstofftankstelle demonstriert werden. Außerdem ist eine Roadmap für den Schwerlastverkehr mit Wasserstoff geplant. Das Interesse der Logistikbranche an umweltfreundlicheren Mobilitätslösungen – quer durch alle Gewichtsklassen – nimmt aufgrund gestiegener Umweltbelastungen und sich verschärfender Auflagen zu.