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Elektromobilität

Zusammen mit der Vernetzung von Fahrzeugen, dem autonomen Fahren sowie der digitalisierten Produktion wird der Megatrend Elektromobilität das Automobil, seine Nutzung und seine Produktion in den nächsten Jahren deutlich verändern. Elektromobilität ist einer der entscheidenden Hebel, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Landesagentur e-mobil BW unterstützt mit dem Cluster Elektromobilität Süd-West die Weiterentwicklung dieser Technologie. 

Der Wandel hin zur Elektromobilität bedeutet eine grundlegende Veränderung des Verkehrssystems für Wirtschaft und Gesellschaft. Insbesondere verändert die Elektrifizierung des Antriebsstrangs die bestehenden Wertschöpfungs- und Beschäftigungsstrukturen in der Automobilbranche.

In Baden-Württemberg sind rund 470.000 Menschen dem Automobilcluster zuzuordnen, das sind 11 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Weitere Informationen dazu bietet die Strukturstudie BWe mobil 2019.

Die e-mobil BW nimmt als Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive das gesamte System Elektromobilität in den Blick. Batterieelektrische und brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge sind Schlüsselanwendungen, um klimafreundliche Mobilität zu verwirklichen. Mit dieser ganzheitlichen Strategie organisiert die e-mobil BW den Cluster Elektromobilität Süd-West und leistet dadurch einen Beitrag, damit der Markthochlauf der Elektromobilität gelingen und Baden-Württemberg im weltweiten Wettbewerb bestehen kann. Insbesondere die Industrialisierung der Elektromobilität steht im Fokus, um Baden-Württemberg als führenden Anbieter nachhaltiger und intelligenter Mobilitätslösungen zu positionieren.

Als eine wichtige, unabhängige Kompetenzstelle für Land und Bund, bringt e-mobil BW technologieoffen verschiedene Technologien und Maßnahmen mit einem hohen Innovationstempo voran. Während sich Batterie-Elektrofahrzeuge insbesondere für kurze Fahrstrecken im PKW-Bereich anbieten, sind es vorrangig die Langstreckennutzungen sowie Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen, wie beispielsweise bei Nutzfahrzeugen, in denen der Brennstoffzellenantrieb zielführend eingesetzt werden kann. 

Jetzt werden die strategischen Weichen gestellt, damit Elektromobilität erfolgreich industrialisiert werden kann und dabei dem Anspruch der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – gerecht wird.

Elektromobilität steht  für eine Vielfalt von Fahrzeugkonzepten, vom Zweirad über das Klein- und Leichtfahrzeug über den PKW hin zu Nutzfahrzeugen und Bussen. Die Vielfalt elektromobiler Antriebskonzepte im Vergleich zum konventionellen Antrieb veranschaulicht die Grafik. 

Batterieelektrische und brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge sind Schlüsselanwendungen, um klimafreundliche Mobilität  zu verwirklichen. Elektromobilität ist jedoch nur dann ökologisch sinnvoll, wenn die Energie aus erneuerbaren Quellen stammt und Verkehrs- und Energiesektor besser miteinander gekoppelt sind. Auch die Wertschöpfungsstrukturen und Materialvorketten verändern sich: eine Herausforderung für etablierte Firmen, aber auch eine große Chance, gleichzeitig Umwelt- und Lebensqualität weltweit zu verbessern. Ebenso das frühzeitige Aufgreifen gesellschaftspolitischer und rechtlicher Fragestellungen sowie die Beschäftigung mit Rahmenbedingen ist unerlässlich, um Elektromobilität voranzutreiben.

 

Cluster Elektromobilität Süd-West

Als Landesagentur leitet e-mobil BW den Cluster Elektromobilität Süd-West. Der Cluster bringt die Industriealisierung der Elektromobilität voran. Im Fokus stehen dazu innovative Ansätze für Fahrzeuge, Ladesysteme und Mobilitätsformen.

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Die Sicherung von Rohstoffverfügbarkeiten, die Steigerung der Ressourceneffizienz und nachhaltige Materialvorketten sind entscheidende Faktoren, damit der Markthochlauf der Elektromobilität gelingen und Baden-Württemberg im weltweiten Wettbewerb bestehen kann.

Reichen die Rohstoffe unserer Erde, um unseren Individualverkehr zu elektrifizieren? Welche Rohstoffe sind dabei besonders kritisch? Unter welchen Umwelt- und Arbeitsbedingungen werden diese abgebaut? Wie viele Rohstoffe werden pro Batterie- bzw. Brennstoffzellenfahrzeug zurzeit benötigt und wie groß ist deren CO2-Fußabdruck?

Antworten auf diese und ähnliche Fragestellungen gibt die Studie "Rohstoffe für innovative Fahrzeugtechnologien" . Die Studie stellt wichtige Informationen und Fakten zur Verfügung, um die Rohstoffproblematik umfassend zu beleuchten und Lösungsstrategien aufzuzeigen.

Foto: (c) Denis Zhitnik/shutterstock

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Grafik: (c) eigene Darstellung in Anlehnung an den BDEW/ LUTUM+TAPPERT, Bonn

Ladeinfrastruktur

Für einen erfolgreichen Markthochlauf der Elektromobilität und der Brennstoffzellentechnologie ist eine bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur grundlegende Voraussetzung. Deshalb treibt e-mobil BW dieses Thema voran.

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Elektromobilität weltweit

Nach einer Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist Anfang 2019 der weltweite Bestand an Elektrofahrzeugen (inklusive Plug-in-Hybride oder mit Range Extender) auf 5,6 Millionen gestiegen, was einem Zuwachs von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das dynamische Wachstum zeigt sich vor allem auch an der Zahl der weltweiten Neuzulassungen, die im vergangenen Jahr 2018 bei über 2,2 Millionen lag und damit um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Die stärksten Märkte sind China mit einem Bestand von 2,6 Millionen Elektrofahrzeugen sowie die USA mit 1,1 Millionen Elektrofahrzeugen. Norwegen hat beispielsweise nach wie vor die höchste Zulassungsquote elektrischer Fahrzeuge. Deutschland hat im Vergleich die größte Anzahl zugelassener Elektrofahrzeuge in absuluten Zahlen.

Mobilität der Zukunft ist elektrisch und vernetzt. Foto: (c) zapp2photo/Adobe Stock