Im Rahmen des Projekts „SAFE“ entstand in Baden-Württemberg ein flächendeckendes Ladenetz für Elektro-Pkw, das ab Herbst 2019 in Betrieb ging. Die Projektarbeit begann in einer frühen Phase des Hochlaufs der Elektromobilität, in der die öffentliche Ladeinfrastruktur noch deutlich kleiner als heute und regional sehr unterschiedlich ausgebaut war. Ziel der Beteiligten war es, eine verlässliche Grundversorgung im ganzen Land zu schaffen und öffentliches Laden auch außerhalb der Ballungsräume besser verfügbar zu machen.
Die Projektpartner legten dafür ein landesweites Raster zugrunde: In einem Gebiet von 10 x 10 Kilometern sollte jeweils mindestens ein Ladepunkt mit 22 Kilowatt oder mehr erreichbar sein. Für Flächen von 20 x 20 Kilometern war mindestens ein Schnellladepunkt mit 50 Kilowatt oder mehr vorgesehen. Auf diese Weise wurden sowohl die Verdichtungsräume als auch ländliche Regionen und wichtige Verkehrsachsen einbezogen. Dabei wurden anbieterübergreifend bestehende Ladepunkte eingebunden, zusätzliche Standorte geschaffen und einzelne Anlagen technisch ertüchtigt.
In den Folgejahren wuchs die öffentliche Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg mit dem Markthochlauf der Elektromobilität deutlich. Die heutige Versorgungsstruktur geht weit über die damalige Ausgangslage hinaus.
Rückblickend war SAFE BW ein wichtiger Baustein in dieser frühen Ausbauphase: Das Projekt half, landesweit Mindeststandards zu setzen, Versorgungslücken zu schließen und praktische Erfahrungen für den weiteren Ausbau zu sammeln.
Das SAFE-Projekt wurde vom Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg und rund 80 beteiligten Partnern umgesetzt.
