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Grenzüberschreitendes Wasserstoff-Projekt am Oberrhein

Neues Interreg-Projekt stärkt den Wasserstoffhochlauf in Europa

Mit dem Förderprojekt Hydrogen Synergies (HySyn) soll die Zusammenarbeit beim Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft in der Oberrheinregion intensiviert werden. Hierfür vernetzt das Projekt Akteure aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt stehen der Wissens- und Technologietransfer, die Identifizierung gemeinsamer Marktpotenziale sowie die Vernetzung von Angebot und Nachfrage. Auf diese Weise soll die Region ihre Rolle als wichtiger Wasserstoffstandort stärken und einen Beitrag zur grenzüberschreitenden Energiewende leisten. Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Juni 2029 und wird mit rund 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Projektpartner posieren am Oberrhein für ein Pressefoto
Pressekonferenz zum Start des Projekts: Von l.n.r.: Étienne Leroi, président de Grand Est Développement; Gaëlle Schauner, Stellvertretende Direktorin des Strasbourg Hafens; Jean-Paul Hasseler, Präsident IHK Grand Est; Claude Sturni, Vize-Präsident Region Grand Est; Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Prof. Karsten Pinkwart, Hochschule Karlsruhe und Mitglied des Wasserstoffbeirats von Baden-Württemberg und Deutschland.
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Wasserstoffwirtschaft am Oberrhein

Der Oberrhein verfügt über starke industrielle, wissenschaftliche und logistische Strukturen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. HySyn bringt 26 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Netzwerken zusammen, um die Zusammenarbeit entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu stärken und gemeinsame Entwicklungspotenziale zu erschließen. Die Landesagentur e-mobil BW ist einer der Partner

Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen des Wasserstoffhochlaufs wie die Verfügbarkeit von Wasserstoff, fehlende Infrastruktur, hohe Technologiekosten und die grenzüberschreitende Vernetzung von Angebot und Nachfrage. Durch gemeinsame Analysen, Marktstudien und Pilotprojekte sollen Investitionen erleichtert und neue Geschäftsmodelle für Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – geschaffen werden.

e-mobil BW bringt Netzwerk- und Datenkompetenz ein

Die e-mobil BW ist Projektpartner von HySyn und unterstützt den Aufbau des Wasserstoffökosystems am Oberrhein mit umfassenden Datengrundlagen zu Energieversorgung, Wasserstoffnachfrage und Produktionskapazitäten. Darüber hinaus bringt die Landesagentur ihre Netzwerke über die Plattform H2BW und das Cluster H2BW in das Projekt ein und fördert den Austausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Akteuren. 

Beitrag zur Dekarbonisierung und europäischen Wettbewerbsfähigkeit

HySyn soll die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Wasserstoff in energieintensiven Industrien, der Logistik und im Schwerlastverkehr verbessern. Gleichzeitig sollen die Wettbewerbsfähigkeit des grenzüberschreitenden Wirtschaftsraums gestärkt und die Voraussetzungen für künftige Wasserstoffprojekte verbessert werden. Langfristig kann HySyn dazu beitragen, die Position des Oberrheins als wichtigen Standort für Wasserstofftechnologien und -anwendungen weiter auszubauen.