Mit dem Förderprojekt Hydrogen Synergies (HySyn) soll am Oberrhein eine grenzüberschreitende, nachhaltige Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufgebaut werden. Ziel des Interreg-Projekts ist es, einen wirtschaftlich tragfähigen Wasserstoffmarkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und die Region als europäische Modellregion für grünen und dekarbosierten Wasserstoff zu etablieren. Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Juni 2029 und wird mit rund 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Der Oberrhein verfügt über starke industrielle, wissenschaftliche und logistische Strukturen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. HySyn bringt 26 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Netzwerken zusammen, um den Aufbau einer integrierten Wasserstoff-Wertschöpfungskette voranzutreiben. Die Landesagentur e-mobil BW ist einer der Partner. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen die Bereiche Wasserstoffproduktion, Speicherung, Transport, Infrastruktur sowie industrielle und mobilitätsbezogene Anwendungen.
Das Projekt adressiert zentrale Herausforderungen des Wasserstoffhochlaufs wie die Verfügbarkeit von Wasserstoff, fehlende Infrastruktur, hohe Technologiekosten und die grenzüberschreitende Vernetzung von Angebot und Nachfrage. Durch gemeinsame Analysen, Marktstudien und Pilotprojekte sollen Investitionen erleichtert und neue Geschäftsmodelle für Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – geschaffen werden.
Die e-mobil BW ist Projektpartner von HySyn und unterstützt den Aufbau des Wasserstoffökosystems am Oberrhein mit umfassenden Datengrundlagen zu Energieversorgung, Wasserstoffnachfrage und Produktionskapazitäten. Darüber hinaus bringt die Landesagentur ihre Netzwerke über die Plattform H2BW und das Cluster H2BW in das Projekt ein und fördert den Austausch zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Akteuren.
Beitrag zur Dekarbonisierung und europäischen Wettbewerbsfähigkeit
HySyn soll die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien, der Logistik sowie des Schwerlastverkehrs beschleunigen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die technologische Souveränität Europas und die Wettbewerbsfähigkeit des grenzüberschreitenden Wirtschaftsraums. Langfristig soll der Oberrhein zu einem europäischen Innovations- und Industriestandort für Wasserstofftechnologien werden.
