Digitalisierung & Software Infrastruktur
Am 23. März 2026 hat das Netzwerk Intelligent Move zum sechsten Netzwerktreffen in die IPAI Spaces nach Heilbronn eingeladen. Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema “KI in Entwicklungsprozessen für intelligente Mobilitätslösungen”.
Wie lassen sich KI-Systeme so entwickeln, dass sie den Anforderungen von Regulierung, Sicherheit und Praxis gleichermaßen gerecht werden? Und welche Rolle spielen dabei Ökosysteme, Regulatory Sandboxes und die Integration in reale Geschäftsprozesse? Diesen und weiteren Fragen widmete sich die sechste NetzwerkveranstaltungIntelligent Move, die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Start-ups im IPAI Spaces in Heilbronn am Montag zusammenbrachte.
In drei Impulsvorträgen gaben die Speaker Thomas Kreuzer (IPAI Heilbronn), Dr. Wolfgang Fischer (applied.ai), Henner Mönnink (Schwarz Digits) und Simon Gatzemeier (DataHub Europe) wertvolle Einblicke in die Perspektiven von Innovationsökosystemen, Regulatorien und industrieller Anwendung. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in einer interaktiven Runde, wie KI systematisch in Entwicklungsprozesse für intelligente Mobilitätslösungen integriert werden kann.
Im Fokus der Diskussionsrunde standen Praxisnähe, Skalierbarkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Insbesondere die Bedeutung von Daten als grundlegende Voraussetzung wurde von den Teilnehmenden hervorgehoben. Entscheidend sei dabei nicht nur die Verfügbarkeit, sondern die Qualität, Quantität sowie der Kontext der Daten. Ohne eine verlässliche und ganzheitliche Datenbasis stießen viele Anwendungsfälle schnell an ihre Grenzen.
Ein weiteres Learning aus der Diskussion betrifft die Rolle der Mitarbeitenden: Unternehmen stünden vor der Herausforderung, Know-how-Verlust zu vermeiden und gleichzeitig neue Kompetenzen aufzubauen. Mitarbeitende müssen von Beginn an in den Transformationsprozess eingebunden und gleichzeitig befähigt werden, den Einsatz von KI zu verstehen, einzuordnen und kritisch zu bewerten.
Schließlich wurde deutlich, dass in vielen Organisationen noch Transparenz über End-to-End-Prozesskosten fehlten. Ohne ein klares Verständnis der tatsächlichen Kostenstrukturen entlang gesamter Prozesse sei es schwierig, fundierte Entscheidungen über Optimierungs- und Automatisierungspotenziale zu treffen.
Als Fazit der Diskussion kann festgehalten werden, dass Unternehmen vor einem Transformationsprozess stehen und ein punktueller Change nicht zielführend für die Implementierung von KI in Entwicklungsprozessen sein kann. Neben technologischen Anpassungen ist vor allem auch ein Umdenken in der Organisation erforderlich und eine Weiterentwicklung in der Unternehmenskultur. Nur wenn neue Arbeitsweisen und neue Prozesse aktiv mitgestaltet werden, kann das Potenzial nachhaltig gehoben werden. Ein ausgiebiger Networking-Teil sowie ein optionaler Rundgang durch die IPAI Spaces rundeten die Veranstaltung ab.
Im Netzwerk Intelligent Move werden die Potenziale und aktuellen Herausforderungen der digitalen Mobilität mit Akteuren aus Forschung, Industrie und öffentlicher Hand aus Baden-Württemberg analysiert und diskutiert. Dafür werden verschiedene Arbeitsformate organisiert, um das Netzwerk zu gestalten und die Synergiepotenziale und Expertise im Bereich Digitalisierung unter den Partnern bestmöglich zu nutzen. Die Mitarbeit im Netzwerk Intelligent Move steht allen Akteuren offen, die sich mit Themen rund um Digitalisierung in der Mobilität und im Fahrzeug beschäftigen. Gerade kreative Lösungsansätze und die gemeinsame Weiterentwicklung des Netzwerks leben durch die Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure. Bei Interesse an einer Mitwirkung am Netzwerk und den nächsten geplanten Aktivitäten nehmen Sie gerne mit unseren Ansprechpersonen Nadja Hirt und Jo Laufenberg Kontakt auf.
