Ein Tablet steht neben einem blauen Notizblock, einem Handy und einer Tasse Kaffee auf einem runden Holztisch. Im Hintergrund sieht man einen Holzstuhl, eine Pflanze und eine Fensterfront.
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Ausbau der E-Lkw-Ladeinfrastruktur schreitet voran

Die Autobahn GmbH des Bundes hat die Aufträge für Planung, Bau und Betrieb von 124 E-Lkw-Schnellladestandorten an unbewirtschafteten Rastanlagen vergeben. Neun der Standorte entstehen in Baden-Württemberg und leisten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für den Straßengüterverkehr.

Lkw-Schnellladenetz: Karte der Lose
Lkw-Schnellladenetz: Karte der Lose
Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, NOW GmbH

Die Autobahn GmbH des Bundes hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) die Aufträge für Planung, Errichtung und Betrieb von E-Lkw-Schnellladestandorten an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen vergeben. Die Standorte wurden in fünf Lose aufgeteilt, um eine bundesweit ausgewogene Verteilung der Ladeinfrastruktur sowie einen zügigen Ausbau zu gewährleisten.

Den Zuschlag erhielten die Unternehmen eliso Voltix Truck Charging GmbH, autostrom.plus GmbH, Electric Mobility Infrastructure Deutschland GmbH sowie die Bietergemeinschaften STRA-loaded und E.ON Drive & mblty. Durch die Vergabe an mehrere Betreiber soll der Wettbewerb gestärkt und die Umsetzung des Projekts beschleunigt werden.

An den 124 Standorten entstehen insgesamt 836 Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge. Geplant sind 447 Ladepunkte mit dem Megawatt Charging System (MCS), das künftig besonders hohe Ladeleistungen für E-Lkw ermöglicht, sowie 389 CCS-Ladepunkte für Zwischen- und Übernachtladung.

Neun der 124 Standorte befinden sich in Baden-Württemberg. Sie entstehen an den unbewirtschafteten Rastanlagen Eichhäuser Hof (Bad Rappenau, A6), Scharenstetten (Dornstadt, A8), Hirtenhaus (Eutingen im Gäu, A81), Heidenheimer Kohlplatten (Heidenheim, A7), Härtsfeld Ost (Heidenheim, A7), Steinig (Karlsbad, A8), Neuenburg Ost (Neuenburg am Rhein, A5), Mönchberg (St. Leon-Rot, A5) sowie Ettensweiler West (Wangen im Allgäu, A96).

Das Projekt ist Teil des bundesweiten Konzepts für ein rund 350 Standorte umfassendes Lkw-Schnellladenetz an bewirtschafteten und unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Einsatz batterieelektrischer Lkw zu schaffen und den Straßengüterverkehr klimafreundlicher und zukunftsfähig zu gestalten. Ein weiteres Vergabeverfahren für die Standorte an bewirtschafteten Rastanlagen befindet sich bereits in Vorbereitung.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur leistet das Bundesministerium für Verkehr zugleich einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele im Verkehrssektor sowie zur Umsetzung der europäischen Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR).

Quelle: Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur