Ein Tablet steht neben einem blauen Notizblock, einem Handy und einer Tasse Kaffee auf einem runden Holztisch. Im Hintergrund sieht man einen Holzstuhl, eine Pflanze und eine Fensterfront.
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Wasserstoff  Synthetische Kraftstoffe  Standortentwicklung 

H2-Kolloquium vernetzt zum vierten mal die Wasserstoffbranche

Am 1. und 2. Juli 2026 fand das Wasserstoff-Kolloquium Baden-Württemberg statt. In Stuttgart kam die H2-Branche aus dem Land und darüber hinaus zusammen, um zu aktuellen Entwicklungen der Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren. Deutlich wurde: Der H2-Hochlauf fußt auf sektorenübergreifender Zusammenarbeit.

e-mobil BW

Zum vierten Mal in Folge kam die baden-württembergische Wasserstoffbranche beim H2-Kolloquium Baden-Württemberg zusammen. Am 1. und 2. Juli 2026 zeigten Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland den Status quo beim Hochlauf der Wasserstofftechnologien auf. Mit dem Wasserstoff-Kolloquium schaffen die Plattform H2BW und der Projektträger Karlsruhe unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg jährlich eine Plattform zum Austausch und Vernetzung aller Sektoren der Wasserstoffwirtschaft. Im Fokus dabei: Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammenbringen. Mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt die diesjährige Ausgabe, dass der H2-Hochlauf eine Gemeinschaftsaufgabe ist.
 

H2-Technologien zusammen denken

Was treibt aktuell die baden-württembergische Wasserstoffwirtschaft und welche Herausforderungen stellen sich Unternehmen und öffentlichen Institutionen im Land bei der Herstellung und Nutzung von Wasserstofftechnologien? An den beiden Veranstaltungstagen gaben Referentinnen und Referenten vielseitige Einblicke in Elektrolysetechnologien, Sicherheitsfragen beim Einsatz von Wasserstoff und Mobilitätstechnologien.

Ein programmatischer Schwerpunkt in diesem Jahr: erneuerbare Kraftstoffe und deren Produktion und Anwendung in Baden-Württemberg. Damit deckten die Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik neben H2-Erzeugungstechnologien und der industriellen Nutzung von klimafreundlichem Wasserstoff, auch die Fragestellungen zu H2-Derivaten ab. Zur Bündelung der Aktivitäten im Bereich klimafreundliche synthetische Kraftstoffe wird in Baden-Württemberg ein Industriedialog reFuels gestartet. Dieser wird, wie die Plattform H2BW, von der Landesagentur e-mobil BW koordiniert.
 

Zukünftige Wasserstoffversorgung sichern

Wie Wasserstoff und seine Derivate nach Deutschland und Baden-Württemberg gelangen können, stellten Impulse zu den Themen Infrastrukturaufbau im In- und Ausland sowie internationale H2-Korridore dar. Ergänzt um Best Practice Beispiele zum Betrieb regionaler Versorgungsstrukturen, wie beispielsweise durch H2-Tankstellen. 
 

Rahmenbedingungen gestalten H2-Hochlauf maßgeblich mit

Wie der Hochlauf der H2-Wirtschaft beschleunigt werden kann, war zuletzt Fragestellung im Wasserstoff-Beirat Baden-Württemberg. Im Rahmen des H2-Kolloquiums Baden-Württemberg stellten die Beiratsvorsitzenden Prof. Markus Hölzle und Katrin Flinspach das neue Empfehlungspapier des 23-köpfigen Expertengremiums vor. Unter dem Titel “Dynamik beim Wasserstoffhochlauf zurückgewinnen” zeigen 14 konkrete Maßnahmen, welche Schritte marktseitig und bei den Themen Infrastruktur und Technologiepolitik zum Wiedererstarken des Hochlauf der Wasserstofftechnologien beitragen können. Ebenfalls vor Ort in Stuttgart waren Vertreterinnen und Vertreter aus dem politischen Berlin, Brüssel und dem Landtag Baden-Württemberg.
 

Zusammenarbeit im Land stärkt Wasserstoffwirtschaft

Das H2-Kolloquium Baden-Württemberg macht deutlich: Alle Dimensionen der H2-Branche müssen zusammengedacht werden, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. Den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung stärkt die Landesagentur e-mobil BW mit der Plattform H2BW das Netzwerk auch im Cluster H2BW. Kostenlose Formate wie Veranstaltungen und Publikationen informieren regelmäßig zu aktuellen Entwicklungen der H2-Branche.