Elektromobilität Internationalisierung
Baden-Württemberg präsentiert sich vom 9.-11. Juni 2026 auf der Battery Show Europe 2026 in Stuttgart als leistungsstarker Innovations- und Produktionsstandort für die europäische Batterieindustrie. Gemeinsam organisieren die Landesagentur e-mobil BW und der Cluster Elektromobilität Süd-West erstmals einen eigenen Gemeinschaftsstand in Halle 1, Stand A26. Im Mittelpunkt stehen industrielle Anwendungen, Batterieproduktion, Forschungskooperationen sowie internationale Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Batterie.
Zahlreiche Unternehmen, Forschungsinstitute und Start-ups aus Baden-Württemberg präsentieren auf dem Gemeinschaftsstand der Battery Show Europe in Stuttgart ihre Technologien und Lösungen für moderne Batteriesysteme, Batterieforschung und industrielle Skalierung. Die europäische Leitmesse für Batterieherstellung und Batterietechnologien bringt internationale Akteure aus Automobilwirtschaft, Zulieferindustrie, Maschinenbau und Forschung zusammen.
Der Gemeinschaftsstand von e-mobil BW und dem Cluster Elektromobilität Süd-West bildet die gesamte Bandbreite der Batterie- und Elektromobilitätskompetenzen in Baden-Württemberg ab – von Materialforschung und Zelltechnologien über Produktionsautomatisierung bis hin zu Softwarelösungen, Testsystemen und Qualifizierungsangeboten für die Industrie.
Im Bereich Batterieforschung und Materialien präsentieren sich unter anderem das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), das Center for Electrochemical Energy Storage (CELEST), das Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie (fem) sowie die Hochschule Esslingen – Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität.
Produktions- und Fertigungskompetenzen zeigen unter anderem Bosch Rexroth AG, ERNST Umformtechnik GmbH, hofer powerTec GmbH sowie ZORGE Rubber Solutions GmbH.
Im Bereich Testsysteme, Lade- und Softwarelösungen präsentieren comemso electronics GmbH, das Start-up AMPLINK GmbH sowie das Start-up AccuVice GmbH ihre Innovationen für Batterieanalyse, Ladeinfrastruktur und digitale Diagnoseverfahren.
Mit dem Hochlauf der europäischen Batterieproduktion steigt auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Industrie und Forschung. Der Gemeinschaftsstand zeigt deshalb auch gezielt Initiativen zur Fachkräftesicherung und Weiterbildung in der Batterieindustrie.
Neben dem Cluster Elektromobilität Süd-West präsentieren sich die Initiativen QualiBattBW und mobilibees BW mit Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten für Unternehmen und Beschäftigte der Automobil- und Zulieferindustrie.
Im Rahmen eines bundesweiten Meet & Greet tauschen sich relevante Akteure zu neuen Weiterbildungsformaten und Fachkräfteentwicklungen in der Batterie- und Elektromobilitätsbranche aus. Darüber hinaus informiert das Projekt QualiBattBW über seine kostenfreie Lernmodule zu Batteriesystemtechnik, Kreislaufwirtschaft, automatisierter Batteriezellproduktion und industriellen Produktionsprozessen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf der internationalen Vernetzung innerhalb der europäischen Batterie- und Automobilindustrie. Mit dem finnischen Automotive-Cluster Business Tampere – Tampere Automotive & Vehicle Technology Cluster ist ein internationaler Partner direkt am Gemeinschaftsstand vertreten. Gemeinsam mit den Unternehmen CeLLife Technologies und Celltech Solutions werden Kooperationspotenziale in den Bereichen Batterietechnologie, Produktion und industrielle Anwendungen vorgestellt.
Zusätzlich besuchen internationale Unternehmensdelegationen aus Frankreich und Schweden den Gemeinschaftsstand. Geführte Rundgänge schaffen Raum für den direkten Austausch zwischen Industrie, Forschung und europäischen Innovationsnetzwerken. Highlight ist ein internationaler Netzwerkabend unter dem Motto „Powering Connections“ der 4 Motoren für Europa. Ziel der internationalen Aktivitäten der e-mobil BW auf der Messe ist es, neue Projektpartnerschaften anzubahnen und die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Batterie-Wertschöpfungskette weiter auszubauen.
Neben Fachgesprächen und Networking-Formaten stehen auch thematische Messerundgänge im Fokus – unter anderem zu Rohstoffen und nachhaltigen Wertschöpfungsketten für die europäische Batterieproduktion. Darüber hinaus wird der Gemeinschaftsstand von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und internationalen Netzwerken besucht, darunter die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.
Mit dem Gemeinschaftsstand auf der Battery Show Europe positionieren sich e-mobil BW und der Cluster Elektromobilität Süd-West als zentrale Plattformen für Innovation, Technologietransfer und industrielle Kooperationen im Bereich Batterietechnologie und Elektromobilität.
Das Start-up AccuVice GmbH, ein Spin-off der Hochschule Offenburg, präsentierte auf der Battery Show 2026 softwarebasierte Diagnose- und Überwachungslösungen für Lithium-Ionen-Akkus. Mithilfe patentierter Algorithmen können Batteriezustände und Alterungsprozesse bis auf Einzelzellebene analysiert werden. Die Verfahren sind so ausgelegt, dass sie mit vergleichsweise geringem Rechenaufwand auch direkt im Batteriemanagementsystem eingesetzt werden können.
Die ERNST Umformtechnik GmbH aus Oberkirch zeigte ihre Kompetenz in der Entwicklung und Serienfertigung anspruchsvoller Komponenten für die Elektromobilität. Präsentiert wurden unter anderem prismatische Batteriezellgehäuse, Leistungselektronik-Cover und Komponenten für elektrische Antriebssysteme.
Das FEM Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie stellte Forschungsarbeiten zu Batterietechnologien entlang verschiedener Stufen der Wertschöpfungskette vor. Präsentiert wurden unter anderem Natrium-Ionen- und Redox-Flow-Batterien, Materialien und Beschichtungen für Elektroden sowie Verfahren zur Untersuchung von Alterung, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Batteriesystemen. Darüber hinaus wurden Projekte zum Batterierecycling, zur Rückgewinnung von Rohstoffen und zu industriellen Fertigungsprozessen vorgestellt.
Die hofer powerTec GmbH stellte Systemlösungen für elektrifizierte Antriebe und Traktionsbatterien vor. Im Mittelpunkt standen Batterietechnologien für Fahrzeuganwendungen sowie die intelligente Battery Disconnect Unit und ein schnellladefähiges Batteriemodul, das in einem Automotive-Entwicklungsprojekt bereits erprobt wurde. Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen den Ausbau seiner Kleinserienfertigung und der Batterieprüfkapazitäten am Standort Nürtingen, die für Entwicklung, Validierung und Industrialisierung von Batteriesystemen genutzt werden.
ZORGE Rubber Solutions GmbH stellte hochspezialisierte Verbundlösungen aus Gummi, Kunststoff und Metall für Anwendungen in Elektromobilität und Batterietechnologien vor. Im Fokus standen neuartige Elastomer-Komponenten und Werkstoffkombinationen für technisch anspruchsvolle Anwendungen.
Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gab Einblicke in seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette. Die Aktivitäten umfassen unter anderem die POWDER-UP-Pilotanlage zur Herstellung von Kathodenaktivmaterialien sowie eine Forschungsplattform für Lithium-Ionen-Batteriezellen.
