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Klimaschutz & Verkehrssektor

1,4 Millionen Euro für intelligente Energienetze

Der Verein Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e. V. erhält zum weiteren Ausbau seiner Plattform rund 1,4 Millionen Euro an Landesförderung.

Smart Grids sind bei der Sektorkopplung u.a. beim Laden eines E-Autos oder bei innovativen Quartierskonzepten zentral. Foto: (c) Salvun / AdobeStock

Am 23. März 2020 übergab das Umweltministerium Baden-Württemberg dem Verein Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e. V. Förderbescheide in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt damit den weiteren Ausbau von intelligenten Energienetzen und damit zusammenhängenden Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsansätzen. Der Förderzeitraum wurde bis zum 31. Dezember 2023 verlängert, um Elektromobilität, Smart Meter Rollout, Smarte Quartiere und Sektorkopplung weiter zu fokussieren. Diese Themen stellen Kernbereiche der konkreten Umsetzung der Digitalisierung des Energiesystems dar. Die Förderung schließt auch den Aufbau einer Kompetenzstelle im Bereich Smarte Quartiere ein. Ministerialdirketor Helmfried Meinel betonte bei der virtuellen Übergabe des Förderbescheids: „Wir wollen unsere Technologieführerschaft beim Ausbau der intelligenten Netze festigen“. Dabei gehe es darum, Konfliktpotenziale bei der Digitalisierung der Netzendpunkte zu minimieren und zugleich Chancen für die Akteure im Land aufzuzeigen.

Darüber hinaus wird die Smart Grids-Plattform den Fokus ihrer Arbeit in der nächsten Zeit auf innovative Quartierskonzepte und den Hochlauf der Elektromobilität richten. „Mit einer intelligenten Verknüpfung der Sektoren Strom, Gas, Wärme und Mobilität lassen sich vor Ort Effizienzpotenziale heben und regenerative Energiequellen stärken“, ist der Amtschef im Umweltministerium überzeugt. 

 

Ausbau von Smart Grids

Unter Smart Grids ist die intelligente Integration der wesentlichen Komponenten der Energieinfrastruktur, wie der Erzeugung, der Übertragungs- und Verteilnetze, der Speicher sowie der Konsumenten und Prosumer (Erzeuger, die auch Verbraucher sind) mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) zu verstehen. Die Integration erfolgt über alle Energieträger (Strom, Gas und Wärme) und Akteure hinweg. Für den dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien sollen u.a. die Verteilnetze zu intelligenten Energiezentren ausgebaut werden. Smart Grids müssen Stromerzeuger, Netzbetreiber, Speicher und Kunden mittels modernen Informations- und Kommunikationstechnologien intelligent vernetzen und verknüpfen.

 

Über den Verein Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.

Die Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e. V. versteht sich als branchen- und verbandsübergreifender Initiator und Moderator bei der Verknüpfung der Energienetze mit der begleitenden Kommunikationsinfrastruktur. Die 76 Mitglieder des Vereins wollen mit der flächendeckenden Einführung von Smart Grids die effiziente Einbindung erneuerbarer Energien ermöglichen, sodass eine klimafreundliche, weitgehend auf erneuerbaren Energien beruhende Energieversorgung bis 2050 möglich wird.

Quellen: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg & Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.