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Elektromobilität

Agiles Produktionssystem für Elektromotoren

Für eine technologie- und stückzahlflexible Produktion von Elektromotoren wird im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW ein agiles Produktionssystem mit einer Million Euro gefördert.

Symbolbild: Ein Mitarbeiter der Produktion im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Foto: (c) dpa/Daniel Maurer

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) soll in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft ein agiles Produktionssystem für Elektromotoren erforscht und entwickelt werden. Das Pilotvorhaben am KIT erhält eine Million Euro Förderung vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Die Integration von Produkt- und Produktionsbaukästen soll zu einer regionalen „Wertschöpfungskette Elektromotor“ in Baden-Württemberg führen. Bei diesem Ziel unterstützt e-mobil BW als assoziierter Partner das Projekt „AgiloDrive“ und bindet das Cluster Elektromobilität Süd-West mit ein. Für die Pilotphase des Projekts konnten bereits namhafte Partner-Unternehmen wie die Gehring Technologies GmbH und die Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG gewonnen werden. Diese bringen nicht nur ihr Know-How in das Projekt ein, sondern werden den erforschten Ansatz auch bei sich pilothaft umsetzen und validieren.

 

Pilotprojekt für die Wertschöpfung in Baden-Württemberg

„[…] Wir wollen die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Herstellung von Elektromotoren in skalierbarer Stückzahl und variabler Technologie schaffen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zur Förderung. Mit dem aktuellen Transformationsprozess des Mobilitätssektors ist von einem stetig steigenden Absatz teil- oder vollelektrischer Fahrzeuge in allen Marktsegmenten auszugehen. Daraus ergeben sich tiefgreifende Strukturveränderungen der automobilen Wertschöpfungsketten. Unabhängig von der Art des eingesetzten Energiespeichersystems (Batterie oder Brennstoffzelle) nimmt der Elektromotor eine zentrale und leistungsbestimmende Rolle in Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antriebsstrang ein und ermöglicht neben der Energiewandlung zum Zwecke des Antriebs auch die Rückgewinnung von Bremsenergie und damit die Erhöhung von Reichweite und Ressourceneffizienz. Mit dem Ansatz, den das Pilotvorhaben AgiloDrive verfolgt, können über verschiedene Produktbaureihen und Fertigungstechnologien hinweg Kosten gespart und somit die Elektromobilität wirtschaftlich in die Mobilitätswende integriert werden.

 

Höhere Flexibilität für die Produktion von Elektromotoren

Die Anforderungen der Automobilindustrie unterscheiden sich hinsichtlich Stückzahl, Qualität sowie Volumen- und Massenleistungsdichte des Elektromotors zumeist signifikant von den bislang aus Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Haushalts- und Elektroindustrie bekannten Motoren. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und damit die Voraussetzungen für eine flächendeckende Elektrifizierung des Verkehrs zu schaffen, ist die Entwicklung neuartiger Produktentwicklungsmethoden und Produktionstechnologien sowie deren Befähigung für den industriellen Einsatz erforderlich. Daher unterstützt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg das Pilotprojekt AgiloDrive.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemgerg