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Automatisiertes Fahren

Austausch mit UK zum automatisierten Fahren

In einer gemeinsamen Veranstaltung des britischen Netzwerks Zenzic und der Landesagentur e-mobil BW präsentierten sich Testfelder, Projekte und Datenlösungen im Bereich automatisierter und vernetzter Mobilitätslösungen. Unter dem Dach der im September 2020 geschlossenen Partnerschaftsinitative BW-UK tauschten sich die beiden regionalen Mobilitätsnetzwerke aus.

In Kooperation mit dem britischen Partnernetzwerk Zenzic organisiert die e-mobil BW eine englischsprachige Veranstaltung zum Thema „Automatisiertes und vernetztes Fahren“. Foto: (c) Melinda Nagy

Am 30. September 2020 haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und das britische Generalkonsulat sowie das Department for International Trade die Partnerschaftsinitiative BW – UK ins Leben gerufen. Sie soll dazu beitragen, dass beide Partner auch künftig im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle bei Innovationen einnehmen. Gerade vor dem Hintergrund der immensen Herausforderungen, die durch den Transformationsprozess der Wirtschaft auf die baden-württembergischen Unternehmen zukommen – etwa bei der Digitalisierung, der Mobilität oder im Bereich nachhaltiges Wirtschaften – ist es wichtig, auch weiterhin eng mit der innovationsstarken Volkswirtschaft Großbritannien zu kooperieren.

Regionale Netzwerke tauschen sich aus

Unter dem Dach der Partnerschaftsinitiative fand am 20. April 2021 die gemeinsame Veranstaltung "Connected and Automated Mobility: UK network CAM Testbed UK and Zenzic meets e-mobil BW" statt. Hierbei stellte sich unter anderem die Arbeitsgruppe "Vernetzte Testfelder AVF BW" vor. In der Arbeitsgruppe sind das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg, das Testfeld Friedrichshafen, sowie das Testfeld Automatisiertes Fahren Ulm vertreten. Darüber hinaus sind die Reallabore RaBus und AMEISE vertreten. Koordiniert wird die Arbeitsgruppe von der e-mobil BW.

Kooperationspotenziale BW und UK

Neben der Vorstellung der Testfeld-Aktivitäten und -Projekte zum automatisierten und vernetzten Fahren lag ein starker Fokus auf dem Thema "Daten". Auf Ebene eines Mobilitätssystems präsentierte die Open-Data-Plattform MobiData BW eine verkehrsträgerübergreifende Integrationsplattform für mobilitätsrelevante Daten. Mit Fokus auf automatisierten Fahrfunktionen stellte das Projekt KIsSME vor, wie Künstliche Intelligenz bei der selektiven Auswahl relevanter Szenarien-Daten unterstützen kann.

Auch auf britischer Seite wurden relevante Projekte und Aktivitäten vorgestellt. So ging es beispielsweise um die Daten-Plattform Convex, die den Austausch, aber auch die Verschneidung mobilitätsrelevanter Daten erlaubt, bei gleichzeitiger Einhaltung von Eigner- und Nutzungsrechten. Die Szenario-Datenbank von Safety-Pool erlaubt unter anderem die systematische Sammlung und Aufbereitung von Szenario-Daten für automatisierte Fahrfunktionen.

Um das Kooperationspotenzial zwischen den baden-württembergischen und britischen Akteuren zu stärken sind künftig weitere Austauschformate geplant