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Brennstoffzellentechnologie

Elektrolyse made in Baden-Württemberg

Das Verbundprojekt forciert die Industrialisierung der Elektrolyse im Südwesten. Das Wirtschaftsministerium des Landes fördert mit fünf Millionen Euro.

Ein Forscher am ZSW-Teststand für alkalische Druckelektrolyse-Blöcke. Foto: (c) ZSW

Grüner Wasserstoff gewinnt bei der Energiewende immer weiter an Bedeutung und eröffnet große Chancen für Wirtschaft und Industrie. Dies macht einen massiven Ausbau der Elektrolysekapazitäten nötig. Mit dem Forschungsprojekt "Elektrolyse made in Baden-Württemberg" unterstützen wir unsere baden-württembergischen Unternehmen, die entstehenden Absatzmärkte für Elektrolyse-Technologien zu erschließen und in Zukunft optimal zu nutzen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

 

Grüner Wasserstoff als Baustein der Energiewende

Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Der klimafreundliche Energieträger wird mit Hilfe der Wasser-Elektrolyse aus Ökostrom erzeugt. Viele große Volkswirtschaften planen derzeit den Einstieg in die Industrialisierung der Wasserstoff-Technologie. Auch Baden-Württemberg möchte in die Produktion von Elektrolyseuren und der dafür erforderlichen Komponenten einsteigen. Im April 2020 ist dazu das Verbundprojekt "Elektrolyse made in Baden-Württemberg" gestartet. Es soll die Potenziale der Wirtschaft im Südwesten für diesen neuen Technologiezweig nutzbar machen und wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit fünf Millionen Euro gefördert.

 

Technologietransfer für die Elektrolysefertigung

Unter Federführung des Zentrums für Sonnenenergie-und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) soll mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung (HS) ein zertifizierter Demonstrator für die Wasser-Elektrolyse entstehen, der als „Elektrolyse-Schaufenster“ den Technologietransfer für eine Elektrolysefertigung in Baden-Württemberg initiieren soll. Außerdem sollen serientaugliche Materialien und Fertigungsverfahren für den Elektrolyseblock sowie eine verbesserte, standardisierte Systemtechnik und Anlagenautomation für den Betrieb entwickelt werden, um die Effizienz von Elektrolyseuren zu verbessern.

Die Entwicklung und der Bau der Anlage erfolgen unter Einbindung von Fachfirmen aus Baden-Württemberg, die mit einem Industriedialog dafür qualifiziert und aktiviert werden sollen. Für die Unternehmen im Land bieten sich darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten einer Projektbeteiligung, etwa über Informationsveranstaltungen oder die Mitwirkung bei der Komponenten- und Systementwicklung.

 

Quellen: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg; Zentrum für Sonnenenergie-und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg