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Automatisiertes Fahren

KI bändigt Datenmengen für automatisiertes Fahren

Das vom Bund geförderte Verbundvorhaben KIsSME mit Beteiligung des Clusters Elektromobilität Süd-West ist gestartet. Es sollen lernfähige Algorithmen auf Basis von KI entwickelt werden, die eine effiziente Erfassung von anfallenden Daten bei der Erprobung hochautomatisierter Fahrzeuge ermöglichen.

Mit verschiedenen Sensoren nehmen automatisierte Fahrzeuge Informationen über sich und ihre Umgebung auf. Die dabei anfallenden Datenmengen zu verdichten, das ist Ziel des neu-gestarteten Projekts KIsSME. Foto: (c) Markus Breig, KIT

Beim Erproben hochautomatisierter Fahrzeuge fallen große Mengen an Daten an. Mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, werden im Fahrbetrieb Informationen über den eigenen Fahrstatus, die Umgebung oder den Straßenverkehr stetig aufgenommen. Automatisierte Fahrzeuge müssen darauf aufbauend und in kürzester Zeit verlässliche Fahrentscheidungen treffen können. Der Ansatz des nun gestarteten Verbundvorhabens „Künstliche Intelligenz zur selektiven echtzeitnahen Aufnahme von Szenarien- und Manöverdaten bei der Erprobung von hochautomatisierten Fahrzeugen“ (kurz: KIsSME) ist es, die anfallenden Datenmengen mithilfe von auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Algorithmen zu reduzieren und zu verdichten. Damit können Speicherplatz, Strom und Auswertungsaufwand eingespart und zugleich die Fahrzeuge sicherer werden.

Cluster Elektromobilität Süd-West als assozierter Projektpartner

So gelingt es im Projekt KIsSME, das von zahlreichen Mitgliedsunternehmen des Clusters Elektromobilität Süd-West unterstützt wird, Kataloge von Fahrszenarien zu erstellen und bei der Fahrzeugerprobung neu auftretende Szenarien einzusortieren. Das heißt, schon während des Fahrbetriebs nur diejenigen Daten aufzuzeichnen, die tatsächlich einen Mehrwert bringen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stellt in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Verbundvorhaben Daten aus Fahrversuchen und Simulationen u.a. auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) in Karlsruhe bereit. 

Der Cluster Elektromobilität Süd-West, koordiniert durch die Landesagentur e-mobil BW GmbH unterstützt das Projekt als assoziierter Partner und freut sich über die Teilnahme zahlreicher Mitgliedsunternehmen aus dem Cluster im Verbundvorhaben KIsSME. So liegt die Koordination des Verbundvorhabens KIsSME bei der AVL Deutschland GmbH. Als Partner sind neben dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, das Ernst-Mach-Institut, das FZI Forschungszentrum Informatik, die LiangDao GmbH, die Mindmotiv GmbH, die RA Consulting GmbH und die Robert Bosch GmbH beteiligt. Das Vorhaben mit insgesamt 6,5 Millionen Euro gefördert. KIsSME ist Anfang 2021 gestartet und auf drei Jahre angelegt.

Versuche auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW)

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwicklen auf KI basierende Algorithmen, die bereits während des Fahrbetriebs die anfallenden Daten selektieren. „KIsSME zielt darauf, den Szenarienkatalog auszubauen und zugleich Datenmengen zu reduzieren“, erklärt Michael Frey am FAST des KITs. „Dies spart Speicherplatz und Strom und verringert den Aufwand für Auswertung und Datenschutz“. Das KIT stellt in dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundvorhaben Daten aus Fahrversuchen und Simulationen u.a. auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) in Karlsruhe bereit. 

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie