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Standortförderung

NPM stellt Ergebnisse ihrer dreijährigen Arbeit vor

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) hat in den letzten drei Jahren Vorarbeiten geleistet und Wege beschrieben, wie die Transformation in ein zukunftsfähiges, bezahlbares, sicheres und nachhaltiges Mobilitätssystem aussehen kann. Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW, leitete die Arbeitsgruppe 1 "Klimaschutz im Verkehr". Der Abschlussbericht der NPM wurde auf dem ITS World Congress in Hamburg vorgestellt und an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergeben.

Übergabe des Ergebnisberichts "Mobilität von morgen ganzheitlich gestalten - Ergebnisse aus drei Jahren NPM (2018-2021)" an Bundesminister Andreas Scheuer (c) BMVI

Auf dem ITS World Congress in Hamburg wurden am 13. Oktober 2021 die Ergebnisse aus den vergangenen drei Jahren der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) vorgestellt. Die NPM wurde im Herbst 2018 von der Bundesregierung beauftragt, das Mobilitätssystem mit einer klaren Schwerpunktsetzung auf den Themen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unter die Lupe zu nehmen. Im Mittelpunkt steht ein ganzheitliches und nachhaltiges Mobilitätssystem, in dem Mobilitätsbedürfnisse und -anforderungen der Nutzer:innen verkehrsträgerübergreifend betrachtet und Antriebstechnologien sowie die Auswirkungen des Mobilitätswandels auf den Industriestandort Deutschland im Zusammenhang eingeordnet werden. Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur e-mobil BW, leitete die Arbeitsgruppe 1 "Klimaschutz im Verkehr" der NPM.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Drei Jahre ist es her, dass die Bundesregierung die NPM mit einer Mammutaufgabe betraute: Es ging um nichts weniger als, Empfehlungen zu erarbeiten, wie wir eine bezahlbare, nachhaltige und klimafreundliche Mobilität für die Menschen ermöglichen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sichern können. Und die NPM hat geliefert! Sie hat die zentralen Grundlagen für die Klima-Beschlüsse der Bundesregierung erarbeitet. Dafür gilt allen Beteiligten mein großer Dank! Ein Forum für den intensiven und wissenschaftlich begleiteten Austausch werden wir auch künftig brauchen, denn es ist noch viel zu tun, wir sind noch nicht am Ziel.“

 

Zukunft der Mobilität aus der Sicht der NPM

  • Die Zukunft der Mobilität ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Es müssen die Belange von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt werden.
  • Die NPM spiegelt die Komplexität des Mobilitätssystems wider, indem sie Stakeholder aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft an einen Tisch bringt, die eine größtmögliche Bandbreite an Perspektiven, Ansprüchen und Zielen im Zusammenhang mit dem Mobilitätssystem einbringen.
  • Die Transformation der Mobilität muss auch in Zukunft durch fachliche Expertise begleitet und interessenübergreifend moderiert werden.
  • Die NPM unterstützt bei alternativen Antrieben und Kraftstoffen einen technologieoffenen Ansatz.
  • Die Digitalisierung ist ein wichtiger Innovationsmotor und muss beschleunigt werden.
  • Eine bedarfsgerechte Tank- und Ladeinfrastruktur und Sektorkopplung sind entscheidende Faktoren für den Erfolg.
  • Beim Thema Standardisierung und Normen arbeiten die NPM mit allen relevanten internationalen Organisationen zusammen.
  • Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen der Industriestandort modernisiert, neue Wertschöpfungskreisläufe etabliert und der Beschäftigungswandel begleitet werden.
  • Nicht zuletzt gilt es, durch Verkehrsverlagerungen und Effizienzsteigerungen einen zunehmend nachhaltigen Lebensstil durchzusetzen.

Erfolge der NPM:

  • Die NPM hat mit ihren 240 Mitgliedern eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen in sechs Arbeitsgruppen ausgearbeitet: In über 50 Berichten ist dargelegt, wo man technologisch und wirtschaftlich bei der Zukunft der Mobilität steht, welchen Handlungsbedarf es gibt und wo die roten Linien der verschiedenen Akteure verlaufen.
  • Erkenntnisse und Empfehlungen der NPM waren Grundlage für klimapolitische Entscheidungen der Bundesregierung (z. B. Klimaschutzprogramm 2030) und haben u.a. zum Masterplan Ladeinfrastruktur oder zum Gesetz zum autonomen Fahren beigetragen.
  • Die NPM hat Normungsaktivitäten identifiziert und auf den Weg gebracht und dazu drei Roadmaps veröffentlicht.
  • Vor dem Hintergrund des Beschäftigungswandels wurden mit den Beteiligten in betroffenen Regionen Kompetenz-Hubs initiiert und die Entwicklung eines Tools zur strategischen Personalplanung für kleine und mittelständische Unternehmen aufgesetzt.
  • Damit die Zukunft der Mobilität mit ihren Möglichkeiten auf Akzeptanz stößt, muss sie frühzeitig für Nutzer:innen erfahrbar werden und  sich im Alltagseinsatz bewähren. Vor diesem Hintergrund wurde das Reallabor für digitale Mobilität in Hamburg (ReallabHH) initiiert.  
  • Die NPM war regelmäßige Teilnehmerin an den Gesprächen der Konzertierten Aktion Mobilität der Bundeskanzlerin.

Die wesentlichen Ergebnisse der dreijährigen Arbeit wurden am 13. Oktober 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die hochkarätig besetzte NPM Panel Session unter der Überschrift „Pathways to Future Mobility – solutions and perspectives. The results of the German National Platform Future of Mobility 2018-2021“ war Teil des Konferenzprogramms des ITS Weltkongresses. Der dazugehörige Ergebnisbericht „Mobilität von morgen ganzheitlich gestalten – Ergebnisse aus drei Jahren NPM (2018-2021)“ wurde im Rahmen dieser Ergebnispräsentation an Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, übergeben.

 

Quelle: NPM