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Druckpapier einer Zeitung läuft über eine Walze. © iStock

Electric mobility

Positionspapier des Transformationsrats vorgestellt

Wie kann die Systemkompetenz der Automobilwirtschaft auf zukünftige Herausforderungen ausgerichtet werden? Wie bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land erhalten?

Automechaniker bei der Arbeit
© Adobe Stock / aboutlife

Damit beschäftigt sich der Transformationsrat Automobilwirtschaft Baden-Württemberg. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg setzt erste Maßnahmen um und investiert dafür rund vier Millionen Euro, so die Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Veröffentlichung eines Positionspapiers. Darin werden konkrete Maßnahmen empfohlen, mit deren Hilfe die Automobilwirtschaft im Südwesten für Erfordernisse der Zukunft strategisch neu ausgerichtet und weiterentwickelt werden soll. Diese Empfehlungen sollen in den Strategiedialog der Landesregierung eingespeist und weiterverfolgt werden.

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft der Landesregierung erfolgt auf Arbeitsebene in sechs strategischen Themenfeldern. In Themenfeld 1 fallen Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer. Themenfeld 2 umfasst den Vertrieb und Aftersales. Die Themenfelder 1 und 2 werden in Verantwortung des Transformationsrates Automobilwirtschaft unter der Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Hoffmeister-Kraut, sowie der Co-Vorsitzenden, Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth und Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen, bearbeitet.

Unterstützung der KMU

Drei Empfehlungen aus den Arbeitsgruppen des Transformationsrats greift das Wirtschaftsministerium in einem ersten Schritt bereits auf. Dazu zählt ein Technologie-Kalender („Roadmap“) für kleine und mittlere Unternehmen, KMU. Dieser soll eine aktuelle und transparente Einschätzung des zeitlichen Verlaufs und des Umfangs des durch Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung bedingten technologischen Wandels liefern. Das Wirtschaftsministerium investiert hierfür 600.000 Euro.

Lernwerkstatt 4.0

Ein weiteres Projekt umfasst den Aufbau einer Pilot-Lernwerkstatt (Lernwerkstatt 4.0) sowie die Ableitung von zukünftigen Qualifikationsmaßnahmen im Bereich Kfz-Werkstätten und Handel. Die Lernwerkstatt orientiert sich an den bereits erfolgreich arbeitenden Lernfabriken 4.0, die vom Wirtschaftsministerium landesweit gefördert werden. Die Lernwerkstatt 4.0 informiert über zukünftige Technologien, Geschäftsmodelle und Services, die in einem realen Werkstattumfeld live erlebt werden können. 700.000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

Unterstützung der Fabrikausstatter

Die Förderung von vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit für den Mittelstand und damit die „Transformation der Fabrikausrüster“ ist Ziel des dritten Projekts. Der Aufbau des Demonstrationsprojektes sieht ein Leitfaden „Fit4E“ vor, der es Unternehmen ermöglicht, bereits vorhandene eigene Stärken bezüglich mit den neuartigen Prozessketten der elektromobilen Produktvielfalt abzugleichen. Außerdem werden in diesem Rahmen zwei Leuchtturmprojekte zur Elektromotorenfertigung und Batterieproduktion umgesetzt. Das Wirtschaftsministerium investiert hierfür 2,6 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.