Zum Hauptinhalt springen

Standortförderung

Spitzengespräch zu synthetischen Kraftstoffen

Synthetische Kraftstoffe können einen wichtigen Beitrag zur Transformation und zur Einhaltung der gesetzten Klimaschutzziele leisten. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat mit Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und von Verbänden über Chancen und Herausforderungen diskutiert. Franz Loogen eröffnete das Gespräch mit einem Impulsvortrag.

Wie können alternativer Kraftstoffe in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen? Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden tauschten sich dazu gemeinsam aus. Foto: (c) Markus Breig, KIT

Im Rahmen eines Spitzengesprächs mit Vertreterinnen und Vertretern der baden-württembergischen Wirtschaft, Wissenschaft und von Verbänden hat die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut über Chancen, Herausforderungen und Erwartungen mit Blick auf den Einsatz synthetischer Kraftstoffe diskutiert. Auch die e-mobil BW beteiligte sich am Austausch. e-mobil BW-Geschäftsführer Franz Loogen stellte die Ergebnisse des Berichts der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe 1 "Klimaschutz im Verkehr" der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) zum Einsatz alternativer Kraftstoffe in Deutschland vor. Zudem wird die e-mobil BW den gemeinsamen Austausch weiter thematisch begleiten.

Enger Austausch mit Wirtschaft und Wissenschaft

Um die großen Potenziale der syntehtischen Kraftstoffe für Baden-Württemberg nutzen zu können, sei der enge Austausch mit den verschiedenen Stakeholdern aus Wirtschaft und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette besonders wichtig. Gemeinsames Ziel sei es, das Land bei diesem wirtschafts- und industriepolitisch wichtigen Thema strategisch gut aufzustellen und die richtigen Impulse für die kommenden Monate und Jahre zu setzen. „Synthetische Kraftstoffe sind im Idealfall klimaneutrale Energieträger und können künftig nicht nur bei der Mobilität, sondern auch in der Industrie oder im Gebäudebereich eine wichtige Rolle spielen“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

An dem Gespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Automobilherstellern, Energieversorgern, Handel, der Mineralölwirtschaft, Verbänden, Zulieferern und Wissenschaft teil. Im Rahmen eines Workshops sollen in Kürze Maßnahmen, Vorgehensweisen und Projekte priorisiert werden.

Synthetische Kraftstoffe

Synthetische Kraftstoffe können beispielsweise mit Hilfe von regenerativer Energie aus CO2 und Wasserstoff hergestellt werden. Dieser, im Idealfall klimaneutrale Energieträger, kann künftig nicht nur im Mobilitätssektor, sondern auch in der energieintensiven Industrie als klimaneutrale Alternative für fossile Brennstoffe oder als Ausgangsstoff beispielsweise für die Kunststoffherstellung in der chemischen Industrie eine wichtige Rolle spielen.

In den vergangenen Jahren hat sich das Land intensiv dafür eingesetzt, synthetischen Kraftstoffen zum Durchbruch zu verhelfen. Unter anderem fordert das Land die Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen (beispielsweise 10. BImSchV, Renewable Energy Directive (RED II)) auf Bundesebene mit Nachdruck ein.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg