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Automatisiertes Fahren

Förderung für modulares Fahrzeugkonzept

Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft erhält das innovative elektrische, vernetzte und autonom fahrende modale Fahrzeugkonzept „U-Shift“ zehn Millionen Euro Förderung.

Das Fahrzeugkonzept "U-Shift" ermöglicht eine neue Art der Modularität für elektrische, vernetzte und autonom fahrende Fahrzeuge. Foto: (c) FK DLR

"U-Shift" beschreibt das Konzept eines autonom fahrenden und elektrisch angetriebenen Fahrzeugs aus verschiedenen Modulen. Diese Module werden in eine Antriebs- und eine Nutzeinheit aufgeteilt und können je nach Anforderung zusammengestellt werden. Daraus ergeben sich neue Produkte und Geschäftsmodelle. Das Fahrmodul (Antriebseinheit) kann in Kombination mit verschiedenen Kapseltypen, etwa einer Transportkaspel (Nutzeinheit), sowohl zum Transport von Personen als auch von Gütern eingesetzt werden. Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg fördert das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg die Entwicklung dieses innovativen Ansatzes am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) mit rund zehn Millionen Euro.

Mithilfe einer ersten Förderung des Wirtschaftsministeriums wurde bereits ein erstes Demonstrationsmodell („Mock-up“) des Fahrzeugs in Originalgröße erstellt. Nun soll die Projektidee von „U-Shift“ weiterentwickelt und dazu ein prototypischer und realistischer Demonstrator des Fahrzeugs gebaut werden. Bis Ende 2024 wollen die Forscher am Institut für Fahrzeugkonzepte des DLR in Stuttgart gemeinsam mit den Partnern des Forschungsinstituts für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Ulm den Demonstrator aufbauen. Anhand dieses realistischen Prototypen sollen mögliche Geschäftsfelder für Unternehmen, Nutzererfahrungen sowie Betreiber- und Sharing-Modelle weiter untersucht und diskutiert werden.

„Es gilt, die Mobilität von morgen nachhaltiger, effektiver und komfortabler zu gestalten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Aus technologischen Innovationen wie dieser können ganz neue Produkte und Geschäftsmodelle entstehen. Es kommt entscheidend darauf an, dass wir unsere Unternehmen beim Transformationsprozess unterstützen und ihnen dabei helfen, eine neue Rolle im Bereich der künftigen Fahrzeugkonzepte und Mobilitätslösungen zu finden. Mit dem Projekt wollen wir eine ‘Experimentier-Plattform‘ gerade für unsere kleinen und mittleren Unternehmen schaffen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Quellen: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und DLR