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Electric mobility

Rohstoffe für innovative Fahrzeugtechnologien

Neue Studie der Landesagentur e-mobil BW

Foto: (c) Denis Zhitnik/shutterstock

Die neue Studie der e-mobil BW für den Rohstoffbedarf von batterieelektrischen und brennstoffzellenelektrischen Fahrzeugen hat ergeben, dass die Elemente Lithium, Kobalt, Platin, Nickel, die Seltenerdmetalle und Kupfer aufgrund ihrer zu erwartenden Bedeutung für Elektrofahrzeuge sowie ihrer begrenzten Verfüg- und Substituierbarkeit als kritisch einzustufen sind. Nur mit verfügbaren, preiswerten und nachhaltig gewonnen Rohstoffen können jedoch moderne Technologien, wie die Elektromobilität, erfolgreich werden und Akzeptanz finden.

Rohstoffe mit großem Einfluss auf Kosten und CO2-Emission

Im Fokus der detaillierten Untersuchung stehen neben den Versorgungsstrukturen in den Herkunftsländern, Fragen zum Ausbau von Förderkapazitäten, sich ergebende Versorgungsabhängigkeiten, verursachte Treibhausgasemissionen und Preisentwicklungen ebenso wie die wichtige Betrachtung ökologischer, sozialer und ethischer Aspekte der Rohstoffgewinnung.

Materialvorketten müssen nachhaltiger werden

„Es ist uns ein Anliegen, mit dieser Studie wichtige Informationen und Fakten zur Verfügung zu stellen, um die Rohstoffproblematik umfassend zu beleuchten und vor allem Lösungsstrategien aufzuzeigen, damit wir das Thema zügig angehen können“, sagt Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW GmbH, zur Zielsetzung der Studie, die im Auftrag der Landesagentur vom Beratungsunternehmen Thinkstep AG verfasst wurde. „Denn die Sicherung von Rohstoffverfügbarkeiten, die Steigerung der Ressourceneffizienz und nachhaltige Materialvorketten sind entscheidende Faktoren, damit der Markthochlauf der Elektromobilität gelingt. Die Wiedergewinnung von Rohstoffen durch Recycling stellt eine große Chance dar, damit wir unserem Anspruch nachhaltig zu wirtschaften auch gerecht werden“, so Loogen.

Beide Fahrzeugtechnologien notwendig

Den Autoren der Studie ist es wichtig zu betonen, dass die vergleichende Analyse nicht darauf abzielt, die beiden Technologien als konkurrierend darzustellen. Denn aufgrund unterschiedlicher technologischer Charakteristik und unterschiedlicher Zielsektoren werden BEV und FCEV nebeneinander existieren.

Auch auf soziale und ökologische Verbesserungen abzielen

Für die Akzeptanz der Elektromobilität ist wichtig, dass bezahlbarer Klimaschutz nicht zu Lasten der Menschen und der Umwelt in den Rohstoffherkunftsländern erreicht wird. Die Studie zeigt für alle betrachteten Rohstoffe zahlreiche Ansatzpunkte auf, an denen Gesundheitsgefährdungen aus den Abbauaktivitäten sowie regionale Umweltzerstörung mit Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung vermindert werden. 

Sieben Handlungsempfehlungen für mehr Nachhaltigkeit leitet die Studie auf Basis der Ergebnisse ab. Diese sind in der ausführlichen Pressemitteilung im PDF zusammengefasst.