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Baden-Württemberg macht sich stark für Wasserstofflösungen im Schwerlastverkehr

Ein Truck des H2-Share-Projekts, Foto: © WaterstofNet vzw
e-mobil BW bringt Know-how ihrer Cluster in die europäische Arbeit ein

Als Partner des im Mai bewilligten EU-Projektes H2Share setzt sich die e-mobil BW dafür ein, emissionsfreie Brennstoffzellentechnologien im Schwerlastverkehr und entsprechende Logistik-Anwendungen voranzutreiben. Ziel des Europäischen Partnernetzwerks - bestehend aus den Ländern Belgien, Deutschland und den Niederlanden - ist es, in Nordwesteuropa (NWE) Wasserstoff-Anwendungen für schwere Nutzfahrzeuge in der Praxis zu erforschen, weiter zu entwickeln und so die Entstehung eines industriellen Marktes zu fördern.

Bei der erfolgreichen Projektinitiierung profitierte das Konsortium von den langjährig gepflegten Beziehungen der Länder unter anderem durch das Vier-Motoren für Europa-Netzwerk und zahlreichen bilaterale Aktivitäten wie Delegationsreisen und gemeinsame Projekte.

Einsatz neuer Technologien unter Realbedingungen

Im Rahmen des Projektes soll unter anderem ein 27-Tonnen-LKW mit Brennstoffzellentechnologie ausgestattet und unter Realbedingungen getestet werden. Der Truck soll an sechs verschiedenen Einsatzorten in Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden getestet werden. Damit können valide Aussagen über die Alltagstauglichkeit der eingesetzten Systeme gewonnen werden. Das zunehmende Interesse der Logistikbranche an umweltfreundlicheren Mobilitätslösungen quer durch alle Gewichtsklassen aufgrund gestiegener Umweltbelastungen und sich verschärfender Auflagen belegt die große Relevanz des Projektes.

H2Share schließt wichtige technologische Lücke

In der EU sind immer noch 25 Prozent der CO2-Emissionen durch den Transportsektor verursacht und es ist trotz technologischen Fortschritts nicht gelungen, den CO2-Ausstoß im Verkehr seit 1990 zu mindern. Der Handlungsdruck wächst bei der Verantwortlichen. Das Projekt H2Share schließt eine wichtige technologische Lücke der Elektrifizierung im Schwerlastverkehr, da hier aufgrund der Leistungs- und Reichweitenbeschränkungen batterieelektrische Konzepte, wie sie bereits seit einiger Zeit bei Verteilerverkehren in urbanen Räumen zum Einsatz kommen, nicht genutzt werden konnten.

e-mobil BW bringt Know-how ihrer Cluster in die europäische Arbeit ein

Die europäischen Partner wollen gemeinsam das große ökonomische wie ökologische Potenzial heben und eine Roadmap für Zero-Emission "heavy duty trucks" entwickeln. Die e-mobil BW wird das große Know-how ihrer Clusternetzwerke in diesen Prozess einbringen. Mit der im vergangenen Jahr gegründeten AG Nutzfahrzeuge gibt es bereits heute ein geeignetes Gremium um den gezielten Wissenstransfer für die internationalen Partner zu fördern und für die baden-württembergischen Akteure eine geeignete Anlaufstelle zu schaffen.

Das Projekt wird durch die belgische Initiative WaterstofNet koordiniert und mit 2,7 Mio. Euro aus dem Interreg V-Programm finanziert.

Überblick über die Partnerstruktur:

  • Partner: VDL ETS (The Netherlands), Wystrach, VDL Bus Chassis (The Netherlands), Automotive NL (The Netherlands), TNO (The Netherlands), Hydrogen Europe (Belgium), e-mobil BW (Germany), WaterstofNet (Belgium).
  • Weitere Partner: Municipality of Helmond (The Netherlands) and Flemish Institute for Logistics (Belgium).
  • Assoziierte Partner: Deutsche Post DHL Group (Germany), Ministry of Infrastructure and Environment (The Netherlands), Breytner BV (The Netherlands), CURE (The Netherlands), Colruyt Group (Belgium)
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