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Elektromobilität

AgiloBat – Agile Batterieproduktion

Wissenschaftler am KIT und ZSW sowie dem Fraunhofer ICT erforschen innovative Produktionssysteme für Batteriezellen, die an einer Pilotanlage in Karlsruhe umgesetzt wird.

Produktionssysteme können Batteriezellen aktuell nicht in verschiedenen Formaten, unterschiedlichen Materialien oder gar in variablen Stückzahlen fertigen - das soll sich ändern. Foto: (c) HIU, Amadeus Bramsiepe

Ziel ist es bei der Batteriefertigung als Produktionsstandort gegenüber Asien und Nordamerika aufzuholen. Durch den hohen Flexibilisierungsgrad mit modularen Roboterzellen und flexiblen Prozessmodulen sollen Batteriezellen künftig zu konkurrenzfähigen Kosten produziert werden. Das Forschungsprojekt wird in einer Pilotanlage am Karlsruher Institut für Technik (KIT) umgesetzt. Maschinen und Anlagen sollen zur agilen, flexiblen und hocheffizienten Produktion entwickelt und aufgebaut werden. AgiloBat ist ein Baustein des Innovationscampus „Mobilität der Zukunft“ und ist in den Strategiedialog Automobilwirtschaft BW eingebettet. Beteiligt sind Wissenschaftler aus acht Instituten des KIT gemeinsam mit Partnern am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie.  Industrielle Unterstützung für das Projekt liefern Bosch, Siemens, Schaeffler und Varta die sich als Süddeutsche Großunternehmen ebenfalls beteiligen.

 

Technologischer Vorsprung mit innovativen Produktionssystemen

Aktuelle Produktionssysteme für Batteriezellen sind nicht in der Lage, verschiedene Formate, unterschiedliche Materialien oder gar in variablen Stückzahlen zu fertigen. „Einen technologischen Vorsprung erreichen wir mit innovativen Produktionssystemen, die aufgrund ihrer Flexibilität und Technologieoffenheit sowohl auf die Anforderungen der Industrie, als auch auf neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung schnell reagieren können“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka zu den Zielen des Forschungsprojekts. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) fördert das Projekt mit bis zu 4,5 Millionen Euro. Die Industrie beteiligt sich mit mindestens einer Million Euro. Für die nächste Stufe des Projektes ist eine Finanzierung mit bis zu 14 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) avisiert.

 

Modularer Aufbau und intelligente Vernetzung der Produktion

Durch ein flexibles Produktionssystem für die Kleinserienproduktion von Batterien soll erforscht werden, wie sich ein Batteriesystem auf die jeweilige Anwendung und den jeweils verfügbaren Platz anpassen lassen. So gibt es an eine Batterie für ein E-Fahrzeug beispielsweise völlig andere Anforderungen als an eine Batterie in einem Power-Tool. Eine intelligente Vernetzung und ein modularer Aufbau der Produktion machen kleinere Stückzahlen mit maßgefertigten Zellen für mittelständische Betriebe genauso möglich, wie eine wirtschaftliche Fertigung in Großserien.

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie