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Elektromobilität

Weitere Fördermaßnahmen für die Batteriezellfertigung

Baden-Württembergische Unternehmen werden von der Landesregierung bei der europäischen Initiative zum Ausbau einer Batteriefertigung unterstützt.

Ministerpräsident Kretschmann betonte: Mit der Unterstützung innovativer Unternehmen im Bereich der Batteriezellfertigung sollen neue Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Foto: (c) e-mobil BW / KD Busch

Die Landesregierung hat die Unterstützung baden-württembergischer Unternehmen bei der europäischen Initiative zum Aufbau einer Batteriezellfertigung (IPCEI) in Höhe von bis zu 155 Millionen Euro beschlossen. Elektrische Energiespeicher sind eine Schlüsseltechnologie für Elektromobilität und Energiewende, sie sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die Entwicklung bei Batterien verläuft in den letzten Jahren äußerst dynamisch. Neben der zunehmenden Bedeutung in der Elektromobilität werden Batterien verstärkt auch in Werkzeugen oder für mobile Anwendungen in sogenannten Wearables wie zum Beispiel Smartwatches eingesetzt. In Zukunft könnten gerade innovative kleine und mittlere Unternehmen im produzierenden Gewerbe und Hidden Champions für unterschiedlichste, heute noch nicht bekannte Anwendungen Batterien nachfragen.

 

Gesamteuropäische Initiative wird zusätzlich vom Land kofinanziert

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) steht kurz vor dem Beginn einer Fördermaßnahme, um im Rahmen einer gesamteuropäischen Initiative verschiedene Projekte zum Aufbau einer Batteriezellfertigung in Deutschland zu unterstützen. Dabei werden die Möglichkeiten eines Important Project of Common European Interest (IPCEI) genutzt: Die Europäische Kommission erteilt bei einem IPCEI für besonders innovative Projekte eine Ausnahme vom bisher geltenden Beihilfeverbot. Die Fördermittel stammen von den einzelnen Mitgliedsstaaten. Unternehmen aus Baden-Württemberg werden im großen Umfang von der Maßnahme profitieren. Für die baden-württembergischen Projekte sichert das Land mit dem Ministerratsbeschluss vom 31.03.2020 die entsprechende Kofinanzierung gegenüber dem Bund zu.

Mit der Firma VARTA aus Ellwangen steht der erste Teilnehmer der Fördermaßnahme aus Baden-Württemberg bereits fest, nachdem die EU-Kommission am 9. Dezember 2019 das erste IPCEI genehmigt hatte. Für Deutschland gilt dabei insgesamt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro, die als erlaubte staatliche Beihilfen beigesteuert werden können. Mehrere weitere Projekte – darunter auch weitere Vorhaben aus Baden-Württemberg – befinden sich im Moment noch in der Vorbereitungsphase. Nach dem Beschluss des Kabinetts vom 31.03.2020  sollen zeitnah die Zustimmung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und des Ausschusses für Finanzen des Landtags eingeholt werden.

 

Neue Wertschöpfungsketten im Land aufbauen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir den Blick in die Zukunft richten. Mit der Unterstützung innovativer Unternehmen im Bereich der Batteriezellfertigung wollen wir neue Wertschöpfungsketten in unserem Land aufbauen. Die Bedarfe nach Batteriezellen werden – neben der Elektromobilität und der stationären Speicherung – in allen Bereich unseres Lebens stark zunehmen. Durch gezielte Förderung wollen wir die Wertschöpfung in unserem Land weiter ausbauen. Damit sichern wir Arbeitsplätze und Wohlstand in Baden-Württemberg.“

 

Fördermaßnahme zügig umsetzen

 „Es gilt, jetzt schnell sichtbare Erfolge entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette zu erzielen, um im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Bis zum Jahr 2030 wollen wir rund 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion bedienen. Baden-Württemberg muss dabei Vorreiter sein“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Quelle: baden-wuerttemberg.de