Nutzfahrzeuge
Der KEP Wirtschaftsdienst hat mit dem Bündnis "Flottenumstellung von Nutzfahrzeugen" ein bundesweites Best-Practice-Format für die KEP-Branche etabliert. Im Jahr 2025 wurden über 600 batterieelektrische Fahrzeuge zu Sonderkonditionen beschafft. Begleitend fanden mehr als 20 Veranstaltungen mit Herstellern, Händlernetzwerken und zur praxisnahen Information über Einsatzmöglichkeiten sowie Testfahrten unter realen Bedingungen statt.
Die KEP Wirtschaftsdienst GmbH (KEP WiDi) hat in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Bündnis "Flottenumstellung von Nutzfahrzeugen" ein skalierbares Format zur praxisnahen Unterstützung der Fuhrparktransformation in der Kurier-, Express- und Paketbranche entwickelt und umgesetzt. Ziel des Formats war es, die Umstellung auf elektrische Nutzfahrzeuge anhand konkreter Fahrzeugangebote, praxisnaher Einsatztests sowie durch den Austausch zwischen Fahrzeugherstellern, Flottenbetreibern und politischen Akteuren zu begleiten. In diesem Zusammenhang wurden mit 18 Fahrzeugherstellern bundesweit gültige Sonderkonditionen für elektrische Nutzfahrzeuge vereinbart.
Im Rahmen der Initiative wurden über das Jahr 2025 hinweg rund 600 batterieelektrische Transporter beschafft. Parallel dazu fanden über 20 Informations- und Testveranstaltungen bei Logistikunternehmen statt, u. a. bei Hermes-Depots in verschiedenen Regionen Deutschlands. Bei den Veranstaltungen präsentierten jeweils mehrere Vertragshändler unterschiedlicher Hersteller ihre Fahrzeuge, darunter Ford, Renault, Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Toyota und Maxus. Darüber hinaus koordinierte der KEP WiDi eine Testflotte mit zeitweise bis zu 16 batterieelektrischen Nutzfahrzeugen. Diese standen Transportunternehmen für Probefahrten unter realen Einsatzbedingungen zur Verfügung, einschließlich regulärer Touren über Zeiträume von bis zu vier Wochen. Die Fahrzeuge wurden den Bündnismitgliedern durch die Zusammenarbeit mit den Herstellern kostenfrei bereitgestellt.
Das Konzept erwies sich als echter Erfolgsfaktor: Durch den direkten Kontakt zu Fahrzeugen, Herstellern und Umsetzungspartnern konnten viele bislang zögerliche Betriebe für die Umstellung gewonnen werden. Entscheidend war dabei der ganzheitliche Ansatz: Neben den Fahrzeugen standen auch Fördermöglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. 4,25t-Regelung) und der Austausch mit erfahrenen Anwendern im Fokus.
Die Events führten nicht nur zu einer messbar gestiegenen Marktdurchdringung, sondern auch zu einer stärkeren Vernetzung zwischen Industrie und mittelständischen Transportunternehmen. Die Verbindung von Theorie, Test und Austausch hat gezeigt: Die Mobilitätswende in der Logistik gelingt, wenn sie erlebbar gemacht wird.
Während der Erarbeitung des Landeskonzepts Mobilität und Klima ist das Bündnis "Flottenumstellung von Nutzfahrzeugen" auf Initiative des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg entstanden. Im Landeskonzept wurden bereits konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehr definiert. Im Herbst 2022 begann das Bündnis seine Arbeit: In vier Sitzungen wurden gemeinsame Schwerpunkte festgelegt sowie die Umsetzung nachhaltiger Mobilität durch den Einsatz von leichten und mittelschweren Nutzfahrzeugen bis zwölf Tonnen diskutiert. Weiterhin finden ein regelmäßiger Austausch zur Erreichung des Ziels sowie zur Vernetzung des Bündnisses unter der Koordination der Landesagentur e-mobil BW statt.
Quelle: KEP Wirtschaftsdienst GmbH