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Elektromobilität

Kostenvergleich E-Auto und Verbrenner

Bislang galten hohe Kosten als Hemmfaktor für die Marktdurchdringung der Elektromobilität. Nun zeigt eine Analyse von Agora Verkehrswende, dass Elektroautos bei den Gesamtkosten bereits eine wirtschaftliche Alternative zum Verbrenner sind.

Mehrere elektrische PKW, die geparkt am Straßenrand, an Ladestationen angeschlossen sind
Reine Elektroautos sind bei den Gesamtkosten mit den Kaufprämien bereits eine wirtschaftliche Alternative zum Verbrenner.
© Shutterstock / Scharfsinn

Neben den verschärften CO2-Flottengrenzwerten, haben die Kaufprämien für E-Autos einen wichtigen Beitrag zum Anstieg des Marktanteils in den vergangenen Monaten geleistet. Die Kosten sind ein entscheidender Faktor im Hochlauf der Elektromobilität. Dabei ist nicht nur der Kaufpreis, sondern die Gesamtkostenrechnung, die auch bei der Nutzung entstehende Kosten einbezieht, relevant. Eine Analyse des ThinkTanks Agora Verkehrswende vergleicht die Gesamtkostenrechnung für E-Autos und Verbrennerautos, basierend auf Daten des ADAC für alle rund 8.000 in Deutschland erhältlichen Neuwagenmodelle. 

 

E-Auto als wirtschaftliche Alternative 

Mit den Vergünstigungen durch Kaufprämien sind in der Gesamtbetrachtung E-Autos nicht mehr teurer als vergleichbare Verbrennerautos. Denn im Schnitt verursachen Verbrennerautos größere Kosten in der Nutzung: ein Benziner-Modell der Golfklasse etwa 42.000 Euro gegen etwa 40.000 Euro (inkl. Vergünstigung) bei einem vergleichbaren E-Auto innerhalb von fünf Jahren. 

Auch der Kaufpreis für batterieelektrische Fahrzeuge nähert sich zunehmend dem für Verbrenner-Modelle - dank der staatlichen Kaufprämien. Da die Anschaffungskosten für die Kaufentscheidung meist besonders relevant sind, plädiert Agora Verkehrswende dafür, die staatlichen Vergünstigungen vorerst beizubehalten, um den Markthochlauf weiter zu fördern. In großen Fahrzeugklassen sind reine Elektroautos bereits ohne finanzielle Unterstützung durch den Staat günstiger, sowohl in der Anschaffung als auch in der Gesamtkostenrechnung. 

 

Quelle: Agora Verkehrswende