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Ladeinfrastruktur

LINOx BW: Mehr als 1.000 geförderte Ladepunkte

Das Verbundprojekt „LINOx BW“ ermöglicht den Aufbau von Ladepunkten in 26 baden-würtembergischen Kommunen, in denen NOx-Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden. Mehr als 1.000 Ladepunkte wurden seit Dezember 2018 bereits gefördert.

Durch den Aufbau von Ladeinfrastruktur soll eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität erreicht werden. Foto: (c) Chesky/shutterstock

Das Verbundprojekt „Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Reduktion der NOx-Belastungen in Baden-Württemberg“ (kurz LINOx BW) will durch den vermehrten Einsatz von Elektrofahrzeugen die verkehrsbedingten Schadstoffemissionen in Städten und Ballungsräumen verringern. In der Projektlaufzeit 2018 bis zu Jahr 2022 sollen bis zu 2.200 Ladepunkte im privaten und halb-öffentlichen Bereich neu entstehen. In 23 Kommunen, in denen 2018/2019 NOx-Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden, wurden bereits mehr als 1.000 Ladepunkte gefördert.

Mit der Förderung soll eine kostengünstige und volkswirtschaftlich sinnvolle Ladeinfrastruktur ins Verteilnetz integriert werden. Die Wirkung der Maßnahmen in den einzelnen Kommunen auf die Stickstoffbelastung wird durch eine übergreifende gemeinsame Forschung analysiert. Fragen zur Nutzung und Lademanagement, zu Nutzerakzeptanz sowie zu den Prozessen beim Aufbau von Ladeinfrastruktur werden dabei untersucht.

 

Elektromobilität als Hebel nutzen

"Elektromobilität ist der größte Hebel, um Emissionen im Verkehr zum Schutz von Gesundheit und Klima zu verringern. Als Initiator dieses Projektes freuen wir uns sehr über den Erfolg und werden die bereits gewonnen Erfahrungen beim Aufbau von Ladeinfrastruktur in Kürze als Leitfaden für Kommunen zur Verfügung stellen“, sagt Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg e-mobil BW GmbH.

e-mobil BW unterstützt das LINOx BW Konsortium, bestehend aus dem Konsortialführer Städtetag Baden-Württemberg, dem Verband Region Stuttgart, dem Institut Stadt|Mobilität|Energie (ISME) und dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW), als assoziierte Partner. Das Projekt wird mit rund 10 Millionen Euro im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.

Der Schwerpunkt der Anwendungen liegt auf privatem Firmengelände, Fuhrparks und Betriebshöfen, aber auch Sozialdiensten, Einzelhandel, Parkhäusern oder Wohngebäuden. Die Ladeinfrastruktur reicht dabei von Steckdosen über Normalladesäulen bis zu vereinzelten Schnellladesäulen. Ab sofort können sich auch Wohnungseigentümergemeinschaften die Errichtung von Ladeinfrastruktur im Rahmen des Projektes fördern lassen. Bei rein privater Nutzung beträgt die Förderquote dabei 60 Prozent.

Quelle: Städtetag BW