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Klimaschutz & Verkehrssektor

Neue Kraftstoffe als Beitrag zum Klimaschutz

Der von fossilen Kraftstoffen getriebene Individual- und Schwerlastverkehr trägt in Deutschland zu 20 Prozent zum Ausstoß von CO2 und damit wesentlich zum Klimawandel bei. Mit dem Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ wollen die Landesregierung, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Partner aus der Automobil-, Zulieferer- und Mineralölindustrie Alternativen zu fossilen Treibstoffen etablieren.

Forschungsoffensive zu regenerativen Kraftstoffen, v.l.n.r.: Professor Thomas Hirth, Vizepräsident des KIT, Verkehrsminister Winfried Hermann, MiRO-Geschäftsführer Ralf Schairer. Foto: © Markus Breig, KIT Foto: (c) Markus Breig, KIT

Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, gab am 18.01.2019 in Karlsruhe den Startschuss für das Projekt im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft.

Ziel ist es, synthetische Kraftstoffe mit Hilfe erneuerbarer Energie zu erzeugen. Dazu zählt unter anderem die direkte Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe. Die Chancen, die diese Kraftstoffe für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bieten, werden im bundesweit einmaligen, ganzheitlich angelegten Programm untersucht.

„Mit dem Projekt reFuels wollen wir das Potenzial synthetischer Kraftstoffe von deren Herstellung mit erneuerbaren Energien, über den Einsatz in Fahrzeugen bis hin zu den Szenarien einer Markteinführung, zum ersten Mal in seiner gesamten Bandbreite untersuchen. Für den Klimaschutz müssen wir alle Register ziehen, das heißt alle Technologien nutzen“, erklärte Verkehrsminister Hermann bei der Auftaktveranstaltung auf dem Gelände der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe am 18. Januar 2019.

„Die Lücke beim Klimaschutz lässt sich nicht allein durch den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel oder E-Mobilität, sondern nur durch ein Paket verschiedener Maßnahmen schließen“, sagte Minister Hermann. Baden-Württemberg habe deshalb gemeinsam mit anderen Bundesländern vorgeschlagen, den Anteil erneuerbarer Energien im Kraftstoffmix deutlich zu erhöhen.

Im Projekt werden Verfahren betrachtet, mit denen Otto- und Dieselkraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien und aus nachhaltig zugänglichen Rohstoffen auch in größerem Maßstab produziert werden können. Untersucht wird, wie sich die regenerativ erzeugten Kraftstoffe auf den Schadstoffausstoß der bestehenden Flotte und auf die Funktion der Fahrzeuge, sowie einzelner Komponenten auswirken.

 

Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg, KIT