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Smart Mobility

Baden-Württemberg verfügt mit führenden Universitäten, praxisorientierten Hochschulen und international agierenden Forschungseinrichtungen über eine breite Forschungs- und Innovationslandschaft im Bereich zukünftiger Mobilitätslösungen. Mit dem Förderprogramm Smart Mobility fördern das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg  fünf Projekte, die sich transdisziplinär mit dem Thema autonomes Fahren auseinandersetzen. Dafür stellen sie insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. e-mobil BW unterstützt die beiden fördermittelgebenden Ministerien bei der Programmkoordination. Das Land Baden-Württemberg setzt so wichtige Impulse für zukünftige Mobilität und das Forschungs- und Innovationsumfeld.

Die Forscherinnen und Forscher untersuchen u.a. wie Kameras und Sensoren eines autonomen Fahrzeugs erkennen, ob ein Fußgänger die Straße überqueren will oder welche Maßnahmen Kommunen ergreifen müssen, damit der steigende Verkehr autonomer Fahrzeuge intelligent gestaltet werden kann. Im Rahmen der fünf transdisziplinären Forschungsvorhaben erhalten die Projekte die Möglichkeit, ihre Algorithmen, Hypothesen und Modelle empirisch zu überprüfen und sich mit den dafür notwendigen Technologien zu befassen:

  • Das Projekt INTUITIVER - INTeraktion zwischen aUtomatIsierTen Fahrzeugen und leicht verletzbaren VerkehrsteilnehmERn - (Universität Ulm) befasst sich anhand ausgewählter Anwendungsfälle mit der Kommunikation zwischen automatisierten Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Radfahrern.
  • Im Projekt OpEr- Optimierung der visuellen Erkennbarkeit von Fußgängern auf Basis vernetzter Infrastruktur - geht es unter dem Aspekt der Sicherheit um die Erkennbarkeit schwächerer Verkehrsteilnehmer bei schlechten Sicht- und Lichtverhältnissen durch automatisierte Fahrzeuge. OpEr ist am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelt.
  • Das Projekt SmartEPark - Smart Electric Parking - beschäftigt sich mit Konzepten und Methoden für ein intelligentes und mit autonomen Fahrzeugen kommunizierendes Parkhausmanagement. SmartEPark wird vom Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe ausgeführt.
  • Das Projekt AutoRICH - Autonomes Fahren - Chancen und Risiken (Hochschule Karlsruhe) untersucht die Auswirkungen des autonomen Fahrens auf die Verkehrsleistung und entwickelt Szenarien für ausgewählte Steuerungsinstrumente kommunaler Verkehrspolitik.
  • Die Smart Mobility Baden-Württemberg - Rechtliche Begleitforschung (FZI) untersucht die mit der Zulassung autonom fahrender Fahrzeuge zum Straßenverkehr verbundenen vielschichtigen rechtlichen Fragen.

Die genannten Projekte nutzen für ihre Forschungen bis Ende 2021 das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) mit Teststrecken für autonom fahrende Fahrzeuge in Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn. Hier können im realen Verkehrsbetrieb unterschiedliche Technologien und Dienstleistungen für Anwendungen im Bereich Autonomes Fahren erprobt werden. Zusätzlich stehen die Projekte des Smart Mobility Förderprogramms im Austausch mit dem Projekt „Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten Fahren, kurz bwirkt“. bwirkt hat das Ziel, erarbeitetes Wissen über das automatisierte Fahren aus verschiedenen Forschungsaktivitäten und Projekten im Rahmen des TAF BW zu bündeln.